Bortolo Martino (genannt Lino) Gatti (6.7.1911-19.11.1944)

Lino Gatti als Carabinieri

Nachruf auf Lino Gatti

36 Männer aus Italien sind im KZ Ladelund ermordet und auf dem Friedhof an der Ladelunder Kirche St. Petri begraben worden. Neben den Niederländern bilden die Italiener die zweitgrößte Opfergruppe in Ladelund. Viele der Männer stammten aus der Region um Nimis, einem Ort im Osten Italiens nahe der Grenze zu Slowenien. Zu ihnen gehörte Lino Gatti nicht.

Als jüngstes von fünf Kindern wurde Lino, wie die Familie ihn nannte, in Iseo, in der Nähe von Bergamo geboren. Die Familie zog später nach Turin um und Lino Gatti wurde Militärpolizist. Er kämpfte mit der italienischen Armee in Äthiopien und Libyen. Nach einer Verwundung gelangte er erst nach Neapel und dann nach Triest. Dort heiratete er. Vermutlich im Herbst des Jahres 1944 wurde Lino Gatti verhaftet. Die Umstände seiner Festnahme sind unbekannt, ebenso der Ort seiner Verhaftung. Fest steht, das seine Odyssee durch die verschiedenen Konzentrationslager im Oktober 1944 begann, die ihn am Ende nach Ladelund führte. Zunächst wurde er im KZ Dachau inhaftiert, von dort wurde er am 23. Oktober in das KZ Neuengamme deportiert. Wann genau er von dort in das KZ Ladelund verlegt wurde, ist ebenfalls nicht bekannt. Im KZ Ladelund starb er am 19. November 1944 und wurde in Grab Nr. 6 beerdigt.

Seine Familie blieb lange im Ungewissen über sein Schicksal. Erst im Mai 1946 erreichte ein Brief von Pastor Meyer die Familie, der sie über den Tod Lino Gattis informierte. Meyer schrieb seinen Brief auf Italienisch. Wie es dazu kam, ist leider nicht bekannt.

Brief J. Meyer an Fr. Gatti in 05.1946

Mit dem Neffen von Lino Gatti, Massimo Grassi, hat die Gedenkstätte seit einigen Jahren Kontakt. Er teilte im letzten Jahr mit, dass seinem Onkel Bortolo Gatti posthum vom Präsidenten der Italienischen Republik eine Ehrenmedaille verliehen wurde.

Gedenken in Putten und Ladelund

Kränze anlässlich des Gedenkens in Ladelund

Das letzte Drittel des Jahres lässt die Menschen in Putten und in Ladelund näher zusammenrücken. Es ist die Zeit des Gedenkens an die im KZ Ladelund im Jahr 1944 ermordeten Männer.

Anfang Oktober fand zunächst das Gedenken in Putten statt. Zum ersten Mal seit dem Beginn der Pandemie konnten sich wieder Menschen versammeln, um gemeinsam der aus Putten deportierten Männer zu gedenken.

Gedenkveranstaltung in Putten

Aus Ladelund waren einige Personen zum Gedenken nach Putten gefahren. Alle wurden von Freunden und der Stichting Oktober ’44 herzlich aufgenommen; der gute Kontakt und die engen Beziehungen hatten nicht darunter gelitten, dass wir uns so lange nicht sehen konnten.

Freunde aus Putten und Ladelund treffen sich wieder

Wie es Tradition seit vielen Jahren ist, legten die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte und die Kirchengemeinde Ladelund einen Kranz am Monument für die ermordeten Männer nieder.

Die Kränze der Gedenkstätte und der Kirchengemeinde

Wenige Wochen später, zum Volkstrauertag am 13. November 2022, konnten wir dann Freunde und Bekannte aus Putten hier in Ladelund begrüßen. Beim Gedenken nach dem Gottesdienst waren fast 100 Menschen zugegen.

Gedenken an den Gräbern in Ladelund

Wie es schon vor Corona Tradition war, kamen danach Alle zu einer Suppe im Pastorat zusammen.

Mittagessen im Pastorat der Kirchengemeinde St. Petri Ladelund

Bei einem abschließenden koppje koffie in der Gedenkstätte stellten Karin van Steeg und Pieter Dekker das Projekt der Poster für den „Ort der Verbundenheit“ an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme vor.

Pieter Dekker präsentiert die bereits entstandenen Poster

Acht Poster zu Männern, die in Ladelund ermordet wurden, sind bereits entstanden und wurden in der Gedenkstätte vorgestellt. Als besondere Aufmerksamkeit legten Karin van Steeg und Pieter Dekker je eine Gerbera vor den Gräbern der Toten nieder, für die bereits ein Plakat existiert. 

Blumen zum Projekt „Ort der Verbundenheit“

Einladung zum Volkstrauertag am 13. November 2022

Volkstrauertag

Sonntag, den 13. November 2022

Ablauf:

10:00         St. Petri-Kirche:
                       Gottesdienst zum Volkstrauertag
                       anschließend: Stilles Gedenken und Kranzniederlegungen an
                       verschiedenen Plätzen

ab 12:00    Pastorat:
                      gemeinsames Mittagessen
                      Anmeldung zur Teilnahme am Essen wird bis zum 8.11.2022 erbeten

15:00            Gedenkstätte:
                        Vorstellung eines Erinnerungs-Projektes aus Putten,
                      Referent Pieter Dekker

Im Anschluss: Zeit für Begegnungen und Gespräche in der
                        Gedenkstätte                       

Wichert Bakker (27.11.1913-14.11.1944)


Wichert Bakker

Im Juni 2022 waren wieder einmal Angehörige der im KZ Ladelund Ermordeten zu Besuch in der Gedenkstätte. Zum ersten Mal besuchte das Ehepaar Mons Ladelund und Henry Mons konnte das Grab seines Onkels Wichert Bakker sehen. Es ist immer wieder ein bewegender Moment, Angehörige bei ihrem ersten Besuch an den Gräbern zu begleiten.

Auch in der Ausstellung begegnen Besucher*innen der Lebensgeschichte und vor allem dem Weg von Wichert Bakker nach Ladelund. Nach seiner Verhaftung bei der Razzia in Putten wurde Wichert Bakker zusammen mit den anderen Männern aus Putten über das Lager Amersfoort in den Niederlanden nach Neuengamme deportiert. Auf der Zugfahrt von Amersfoort nach Neuengamme gelang es Wichert Bakker, einen Brief aus einer Öffnung des Zuges zu werfen. Der Brief wurde von einer Passantin gefunden, die ihn den Angehörigen von Wichert Bakker in Putten überbrachte.

Der Brief ist kaum lesbar, schnell hingekritzelt auf der Rückseite einer Rechnung eines Großhändlers, der den Kolonialwarenladen Bakkers in Putten beliefert hatte. Als Faksimile ist der Brief heute in der Ausstellung zu sehen.

Brief von Wichert Bakker

In dem Brief an seine Frau und die vier Kinder verabschiedet Wichert Bakker sich. Seine Sorge gilt dem Wohlergehen der Familie. Er teilt seiner Frau mit, welche Rechnungen noch zu bezahlen sind, und von wem noch Zahlungen erwartet werden. Der Brief zeigt, dass die verhafteten Männer in Putten mitten aus ihrem normalen Leben gerissen wurden. Weder wussten sie, wohin sie transportiert wurden, noch hatten sie eine Möglichkeit, für die zurückbleibenden Frauen und Kinder zu sorgen. Dennoch versucht Wichert Bakker in seinen Abschiedszeilen Optimismus zu verbreiten. Er schließt mit Grüßen an seine Frau und die Kinder und mit einem „Bis bald“.

Dazu sollte es jedoch nicht kommen. Nach der Ankunft im KZ Ladelund Anfang November 1944 starb Wichert Bakker nach zwei Wochen aufgrund der schweren Arbeit und schlechten Ernährung. Er wurde zusammen mit anderen im KZ Ladelund ermordeten Männern am 14. November 1944 in Grab Nr. 4 neben der Kirche St. Petri beigesetzt.

Wouter Rozendaal (16.2.1905-20.2.1992)

Schon an den Lebensdaten können Sie sehen, dass Wouter Rozendaal einer der Überlebenden des KZ Ladelund gewesen ist. Er stammte wie viele der anderen Häftlinge im KZ Ladelund aus dem niederländischen Ort Putten.

Wouter Rozendaal
Die Familie Rozendaal während der Besatzungszeit

Wie die anderen Häftlinge aus Putten, wurde er nach dem Anschlag vom 1. auf den 2. Oktober 1944 verhaftet und nach einem Zwischenstopp im polizeilichen Durchgangslager Amersfoort in das KZ Neuengamme deportiert. Dort kam er am 14. Oktober 1944 an. Wenige Tage später führte sein Leidensweg ihn weiter in das KZ Husum-Schwesing und am 1. November 1944 schließlich in das KZ Ladelund.
Im KZ Ladelund blieb Wouter Rozendaal bis zum Ende des Bestehens des Lagers Mitte Dezember 1944. Durch die Arbeit entzündete sich Anfang November 1944 sein Fuß , so dass er nicht mehr weiter am Bau des Panzerabwehrgrabens arbeiten konnte. Er erreichte seine Einweisung in die Krankenbaracke des Lagers und blieb dort bis zur Auflösung des Lagers am 16. Dezember 1944. Möglicherweise rettete ihm das sein Leben.
Mit der Auflösung des Lagers wurde Wouter Rozendaal zurück in das KZ Neuengamme geschickt. Seine Leidenszeit war damit noch nicht zu Ende. Am 29. März 1945 – er war mittlerweile völlig geschwächt – kam er in das Außenlager Salzgitter-Watenstedt und am 14. April 1945 in das KZ Ravensbrück. Während des Evakuierungsmarsches des Lagers konnte er am 1. Mai 1945 bei Malchow fliehen. Er schlug sich auf abenteuerlichen Wegen alleine nach Hause in die Niederlande durch. Dort kam er am 5. Juni 1945 an.

Noch im Sommer 1945 zeichnete er seine Odyssee durch die verschiedenen Konzentrationslager auf. Sein Erinnerungsbericht „Aus tiefer Not“ ist eine der wichtigsten Quellen zum KZ Ladelund. Er beschreibt darin den Tagesablauf im Lager, seine Erfahrungen der KZ-Haft und die gemeinsamen Anstrengungen zum Überleben. Er berichtet von den Entbehrungen, dem ständigen Hunger und der unmenschlichen Behandlung. Zum KZ Ladelund schreibt er: „So schlecht, wie wir es dort hatten, hatten wir es in keinem einzigen Lager gehabt.“

Bericht von Wouter Rozendaal „Aus tiefer Not“

In Putten kehrte er zurück zu seiner Frau Hendrikje und den acht gemeinsamen Kindern. Soweit er dies konnte, informierte er die Familien der anderen Männer, die nach der Razzia in Putten verhaftet worden waren, über das Schicksal ihrer Familienangehörigen. 1979 besuchte er zum ersten Mal nach Kriegsende Ladelund, die Kirche und die Gräber der im KZ gestorbenen Männer. Er starb im hohen Alter von 87 Jahren im Februar 1992.

Wouter Rozendaal in hohem Alter

Einladung

zum Vortrag von Sebastian Lotto-Kusche
Mittwoch, 31. August 2022, um 18:30 Uhr, KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund

Verfolgung von Sinti und Roma in der NS-Zeit in Schleswig-Holstein. Neue Forschungsergebnisse und Perspektiven

Die diesjährige Sonderausstellung „Der lange Weg“ zur Geschichte der Sinti und Roma in Schleswig-Holstein nach 1945 wird am 5.9.2022 abgebaut. Zu einem abschließenden Vortrag haben wir Sebastian Lotto-Kusche eingeladen, der schon länger zum Thema arbeitet. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History der Europa-Universität Flensburg.

In seinem Vortrag wird Sebastian Lotto-Kusche die Verfolgung der Sinti und Roma in der NS-Zeit in Schleswig-Holstein in Grundzügen darstellen. Darüber hinaus werden neue Forschungserkenntnisse über regionale Verfolgungspraktiken besonders für den Norden Schleswig-Holsteins vorgestellt. Auch die Nachgeschichte der Verfolgung und die späte Aufarbeitung sind Thema. Am Rande werden die besonderen Herausforderungen für die regionale Erforschung herausgearbeitet.

Wir bitten um eine Anmeldung unter der Mail-Adresse: info@kz-gedenkstaette-ladelund.de oder der Telefonnummer 04666-449.

Wir freuen uns, Sie und Euch beim Vortrag in Ladelund zu begrüßen.

Sebastian Lotto-Kusche
Ausstellung „Der lange Weg“

Einladung zur Sonderausstellung „Der lange Weg“ in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund

Die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund zeigt auch in diesem Sommer eine Sonderausstellung. Vom 26. Juli bis zum 4. September 2022 wird die Ausstellung zu den normalen Öffnungszeiten (Di-Fr 10-16, Sa und So 14-16) in der KZ-Gedenkstätte zu sehen sein.

Die diesjährige Sonderausstellung steht unter dem Titel „Der lange Weg. Aus Vergangenheit lernen – Zukunft gestalten“ und thematisiert die lange Geschichte der Ausgrenzung der Volksgruppe der Sinti und Roma. Seit letztem Herbst wird die vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma konzipierte Ausstellung in ganz Schleswig-Holstein gezeigt.

Auf 21 Schautafeln wird die Geschichte der Verfolgung, Diskriminierung und Entmenschlichung der Sinti und Roma seit dem Mittelalter gezeigt. Biografien, die davon ein beredtes Beispiel geben, stehen im Zentrum der Ausstellung. Ein besonderes Gewicht besitzen die historischen Bilder, die deutlich zeigen, wie Sinti und Roma in das gesellschaftliche Leben und im lokalen Geschehen eingebunden waren.

Der Verband der Sinti und Roma setzt mit der Wanderausstellung im Rahmen der Aufklärung und im Kampf gegen Antiziganismus ein Zeichen zur Information, Austausch, Präsenz und Begegnung.

Die Ausstellung wird am 26. Juli 2022 um 19.00 mit einem Vortrag von Matthäus Weiß, dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Sinti und Roma, eröffnet. Dazu laden wir Sie gerne ein und bitten um eine Anmeldung unter info@kz-gedenkstaette-ladelund.de oder der Tel. 04666-449.

Verabschiedung von Jochen Ihloff

Jochen Ihloff zieht sich aus der aktiven Gedenkstättenarbeit zurück. Seit Jahrzehnten ist er der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte eng verbunden. Wir verdanken ihm und seinem großen Engagement viel.

Jochen Ihloff ©Klaus-Uwe Nommensen

Mit seinem pädagogischen Sachverstand hat er Führungen in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte unterstützt und viele Gruppen bei ihrem Besuch begleitet. Seit dem Ende der 1990-er Jahre war Jochen Ihloff Mitglied des Gedenkstättenausschusses, ab 2011 dessen Vorsitzender. Zwei Jahre später würdigte die Nordkirche sein ehrenamtliches Engagement, das sich nicht nur auf die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte beschränkte, mit der Verleihung der Bugenhagen-Medaille. Dabei war seine Ehefrau Elisabeth sehr oft an seiner Seite und ebenfalls in der Gedenkstättenarbeit aktiv.

Dass er sich jetzt im hohen Alter fast 80 Jahren aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit zurückzieht, ist mehr als verständlich. Wir werden seine Anregungen und Ideen, seinen pädagogischen Blick auf unsere Arbeit und seinen Einsatz für die Belange der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte sehr vermissen.

Zu seinem Abschied kamen noch einmal alte Bekannte extra nach Ladelund. Dr. Kay-Ulrich Bronk, der ehemalige Propst des Kirchenkreises Nordfriesland, war extra aus Wismar angereist. Neben ihm waren Dr. Stephan Linck von der Evangelischen Akademie der Nordkirche, Dr. Harald Schmid von der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten und der ehemalige Leiter der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte, Raimo Alsen, aus Hamburg gekommen.

Bei der Andacht in der Kirche St. Petri zeigte Pastor H.-J. Stuck Fotos aus dem Wirken von Jochen Ihloff für die Gedenkstätte und richtete ein besonderes Augenmerk auf die verschiedenen Kopfbedeckungen, die ein Markenzeichen von Jochen Ihloff sind.

Danach ließen es sich langjährige Begleiter nicht nehmen, Jochen Ihloff bei einem gemütlichen Kaffeetrinken in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte zu verabschieden und mit ihm auf die vergangenen Jahre zurückzublicken.
Wir verabschieden Jochen Ihloff mit einem riesigen Dankeschön!

Vortrag in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund:
Dr. Helge-Fabien Hertz: Nordfrieslands Pastoren im Nationalsozialismus

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Tendenzen im ländlichen Raum“ veranstaltet die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund einen Vortragsabend. Er findet statt am

25.05.2022 um 19:00 Uhr in der Gedenkstätte.

Bände der Dissertation von Dr. Helge-Fabien Hertz

Zunächst wird Dr. Helge-Fabien Hertz seine Dissertation über die Pastoren in Schleswig-Holstein im Nationalsozialismus vorstellen. Er wird sich besonders auf Nordfriesland konzentrieren.

Bis heute wird die Rolle der evangelischen Kirche im „Dritten Reich“ sehr kontrovers diskutiert. Die Einordnungen reichen von Widerstand bis zur Mittäterschaft. Insbesondere die „Bekennende Kirche“, assoziiert mit Dietrich Bonhoeffer, wird oftmals im Widerstandssektor verortet. Nun liegt bundesweit erstmals eine Studie zur gesamten Pastorenschaft einer Landeskirche im Nationalsozialismus vor. In seiner dreibändigen Dissertation hat der Referent alle 729 schleswig-holsteinischen Pastoren der NS-Zeit untersucht. Wie haben sich diese und hier insbesondere die nordfriesischen Pastoren zum Nationalsozialismus positioniert? Zur Beantwortung soll auch das digitale „Pastorenverzeichnis Schleswig-Holstein“ (https://pastorenverzeichnis.de) herangezogen werden.

Die Pröpstin des Kirchenkreises Nordfriesland, Annegret Wegner-Braun, wird in einem kurzen Antwort-Impuls auf die aktuelle Haltung der Nordkirche zu rechten Tendenzen eingehen.

Die Veranstaltung wird organisiert durch den Kreisjugendring Nordfriesland, das Eiderstedter Forum, das Evangelische Regionalzentrum Westküste, die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, den Kirchenkreis Nordfriesland, das Regionale Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Flensburg des AWO Landesverbandes SH e.V., das Diakonische Werk Husum und Fremde brauchen Freunde e.V.

Die Veranstaltung findet in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund (Raiffeisenstr. 3, 25926 Ladelund) statt. Wir bitten um Anmeldung unter:

flensburg@rbt-sh.de

Der Eintritt ist nach Anmeldung frei; es wird um eine Spende gebeten.

Alles wird neu – Der Garten der Begegnung erhält ein neues Gewand

Langsam kommt der Frühling – auch wenn wir am 1. April beim Blick aus dem Fenster mit einer kleinen Schneedecke begrüßt wurden – und so wird es Zeit, auch den Garten der Begegnung wieder zum Leben zu erwecken. Das haben wir am ersten April-Wochenende getan und zwar mit unseren niederländischen Freunden, die extra zu diesem Zweck aus Putten und anderen Orten nach Ladelund gekommen waren. Am Freitag-Mittag kamen sie an und zusammen mit vielen weiteren Helfern aus Ladelund und Umgebung ging die Arbeit los.

Die beiden Arbeitstage am Freitag und Samstag standen ganz im Zeichen der Quecke.

Der ganze Garten der Begegnung musste tief umgegraben werden und die Quecke-Wurzeln so vollständig wie möglich aus der Erde entfernt werden.

Von diesen Eimern mit Quecke-Wurzeln haben wir Schubkarren über Schubkarren weggefahren und einen halben Abfall-Container damit gefüllt.

Und zwischendurch wurden sogar „Schätze“ gefunden: Große Steine, Maurerschnur von dem Erbauen des Gartens in 2018 und auch ein „Leerrohr“, das damals verloren gegangen war.

Bei zum Glück schönem Sonnenschein ging die Arbeit bis zum Abend weiter. Am Samstag-Morgen waren Alle wieder bereit, weiter zu graben und Quecken herauszuziehen. Kleine Pausen im Sonnenschein und eine gute Verpflegung gehörten natürlich dazu.

Am Samstag-Nachmittag war die erste Hälfte des Gartens so weit von Quecke befreit, dass wir damit beginnen konnten Staudenbeete anzulegen.