Kränze an den Gräbern

Aktuelles

23.3., 19 Uhr, Lesung: Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen

20.2.2018

Jennifer Teege hat eine warme dunkle Stimme mit Münchner Einschlag, einem leicht rollenden ‘R’. Ihr Gesicht ist klar und ungeschminkt, die eigentlich krausen Haare sind zu langen schwarzen Locken geglättet, die schmalen langen Beine stecken in engen Hosen. Wenn sie einen Raum betritt, drehen sich die Köpfe, die Männer schauen ihr nach. Sie geht sehr gerade, ihr Schritt ist fest und entschieden.“ So beschreibt Co-Autorin Nikola Sellmair die Frau, die in „Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen“ ihre unglaubliche Geschichte erzählt.

Die selbstbewusste Frau, 1970 als Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers geboren, kommt als Kind in eine Pflegefamilie, von der sie dann adoptiert wird. Später studiert sie fünf Jahre in Israel, spricht dort auch mit Überlebenden der Shoah, sie heiratet und bekommt zwei Kinder. Von der Geschichte ihrer leiblichen Familie weiß sie nicht viel – bis ihr 2008 in einer Bibliothek zufällig ein ganz bestimmtes Buch in die Hände fällt. Plötzlich erfährt sie: Ihr Großvater war Amon Göth, Kommandant des KZ Pɫaszów, dessen brutale und sadistische Taten der gesamten Welt durch Steven Spielbergs Schindlers Liste bekannt wurden.

Jennifer Teege fällt zunächst in ein tiefes Loch, als sie mit ihrer Familiengeschichte konfrontiert wird. Wie viel von ihrem Großvater steckt in ihr selbst? Warum hat ihre leibliche Mutter sie eigentlich weggegeben? Wie soll jetzt mit der Erinnerung an die damals so geliebte Großmutter umgehen? Und wie erzählt sie das alles ihren Freunden in Israel?

Auf der Suche nach Antworten reist Teege nach Polen und Israel und befreit sich Schritt für Schritt von dem Schock.

Am 23. März um 19 Uhr wird uns Jennifer Teege im Dokumentenhaus ihre Geschichte persönlich erzählen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Die Veranstaltung findet nicht mehr, wie vorher geplant, im Dokumentenhaus, sondern in der daneben gelegenen Kirche statt.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Frauenwerks Kirchenkreis SL-FL, der Breklumer Bücherstube und der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund

Trauer um Pastor i.R. Harald Richter

1.2.2018

Am vergangenen Dienstag, dem 30.1.2017 ist Pastor i.R. Harald Richter im Alter von 90 Jahren verstorben. Harald Richter war zwischen 1958 und 1992 Pastor in Ladelund. Nicht nur in seiner aktiven Zeit als Pastor, sondern bis zu seinem Tod hat er sich mit unermüdlichem Einsatz für die Gedenkstättenarbeit stark gemacht. Ohne ihn hätte würde es […]

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27.1. Gedenkenveranstaltung und Vortrag: “Reichsbürger”

16.1.2018

Einladung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2018 in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund   16:00 Uhr: Stilles Gedenken an den Gräbern der verstorbenen KZ-Häftlinge anschließend: Vortrag von Andreas Speit: „Reichsbürger“   „Reichsbürger“ Im Oktober 2016 starb im mittelfränkischen Georgensgmünd bei einer Schießerei ein Polizist, zwei weitere wurden verletzt. Zu der […]

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Eröffnung der Ausstellung am 18. und 19. November 2017

2.11.2017

Sehr geehrte Damen und Herren, endlich ist es soweit: Nach vielen Gesprächen und langen Vorbereitungen können wir die neue Ausstellung in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund eröffnen. Gerne würden wir das mit Ihnen – Interessierten, Wegbegleitern, Freunden und Förderern – feiern. Wir laden Sie sehr herzlich ein zu unseren beiden Eröffnungstagen am 18. und 19. […]

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Gedenkfeier für die Opfer des KZ Husum-Schwesing am 17.11.2017

2.11.2017

Sehr geehrte Damen und Herren, der Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing, die Stiftung Nordfriesland und die Ev.-Luth. Christus-Kirchengemeinde Husum laden am 17. November 2017 um 15:30 Uhr zu einer Gedenkfeier auf dem Husumer Ostfriedhof ein. Genaueres entnehmen Sie bitte der Einladung.

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