Kränze an den Gräbern

Aktuelles

Nordfriesisches KZ-Gedenkstätten Projekt „Mehr als Vergangenheit“ – erste Fortbildungsreihe startet im Herbst

Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Jugend erinnert“ werden Projekte gefördert, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, zeitgemäße Bildungs- und Vermittlungsarbeit in NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren zu entwickeln. „Mehr als Vergangenheit“ lautet unser Projekt, das wir gemeinsam mit der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing und der Nordsee Akademie in Leck eingereicht haben und dessen Finanzierung Anfang des Jahres von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien als eines von drei Projekten in Schleswig-Holstein bewilligt wurde.

Flyer, Poster, Website und Instagram-Account machen auf das Projekt aufmerksam und informieren über den aktuellen Stand; Foto: Holger Heinke


Ziel des Projekts ist es, innerhalb von Fortbildungsreihen und Summerschools interessierte Teilnehmer*innen in der Gedenkstättenarbeit aus- und fortzubilden. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit der regionalen Geschichte und Gedenkstättenarbeit stehen dabei das Entwickeln und Ausprobieren eigener Methoden und Inhalte im Vordergrund. Besonders wichtig für zeitgemäße Vermittlungsmethoden ist die Verknüpfung von der Vergangenheit mit der Gegenwart. Teilnehmende setzen sich daher intensiv mit aktuellen Erscheinungsformen von Rassismus, Verschwörungsideologien und Diskriminierung auseinander und entwickeln Argumentations- und Handlungsstrategien im Umgang mit rechtem Gedankengut. Die Fortbildungsreihen finden jeweils an vier Wochenenden in der Nordsee Akademie in Leck statt und sind für die Teilnehmenden kostenlos.

Projektleiterin Charlotte Haugg und die Leiterin der KZ-Gerdenk- und Begegnungsstätte Ladelund Dr. Katja Happe (v.l.n.r.) im Garten der Begegnung; Foto: Holger Heinke

Die Projektleiterin Charlotte Haugg ist für die Organisation und Durchführung der Fortbildungsreihen und Summerschools zuständig. Die erste Fortbildungsreihe startet in diesem Herbst. Charlotte Haugg freut sich über das große Interesse und den Andrang, den es bereits jetzt schon für die Fortbildungen gibt: „Ich bin erstaunt und freue mich sehr über die vielen Anmeldungen, die aus Nordfriesland aber auch aus ganz Deutschland eingetrudelt sind. Zum Glück können wir pro Jahr 2-3 Fortbildungsreihen anbieten, so dass sicherlich jede*r Interessierte die Möglichkeit haben wird, an einer der Fortbildungen teilzunehmen.“ Mehr Informationen zum Projekt gibt es auf der Website: www.mehr-als-vergangenheit.de

Gedenkstätte Ahrensbök; Zeichnung von Ulrike Plötz

Über Anmeldungen freut sich auch die Gedenkstätte Ahrensbök (Kreis Ostholstein), die noch freie Plätze für das Jugendherbstlager im Oktober hat. Vom 3. bis zum 11. Oktober 2020 veranstaltet die Gedenkstätte in Kooperation mit dem Kirchenkreis Ostholstein ein Herbstlager für junge Menschen zwischen 16 bis 25 Jahren. Das Herbstlager, das dieses Jahr unter dem Motto „Crossing borders“ steht, ist ein Begegnungsort für Menschen unterschiedlicher kultureller und persönlicher Hintergründe und dient als gelebter Lernort für Verständigung, Verständnis, Toleranz und den Abbau von Vorurteilen. Mehr Informationen gibt es auf der Website der Gedenkstätte: www.gedenkstaetteahrensboek.de

Sonderausstellung 2020 – Karikaturen von Hans Gerner aus der Zeit der Weimarer Republik

Wie jedes Jahr zeigt die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund auch in diesem Jahr eine Sonderausstellung. Den äußeren Umständen geschuldet gibt es in diesem Jahr zur Sonderausstellung keine Vernissage. Wir dürfen in der Gedenkstätte im Moment noch nicht so viele Gäste gleichzeitig begrüßen. Aber wir laden die einzelnen Besucher der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund natürlich gerne ein im Rahmen ihres Besuchs auch die Sonderausstellung zu Hans Gerner anzuschauen.

Eine Wand voller Karikaturen, die zum Nachdenken anregen

Im Medienraum der Gedenkstätte finden sich 22 Karikaturen, die dem „kleinen Hitler-Album“ von Hans Gerner (1893-1946) entstammen. In den Holzschnitten thematisiert Hans Gerner die Entwicklungen der 1920-er Jahre und kommentiert auf seine Weise das politische Geschehen – den Aufstieg der NSDAP, die Rolle Hitlers und des Reichspräsidenten Ebert. Doch auch aktuell anmutende Themen wie die europäische Politik oder das Verhalten des „deutschen Michel“ bildet er ab.

Wie der Heilige Geist zieht die neue Politik in den Reichstag ein

Die kritische Kunst Gerners, der in seinen Karikaturen den Militarismus und die damit verbundene Wiederaufrüstung in den Jahren der Weimarer Republik anprangerte, wurde ihm in den 1930-er Jahren zum Verhängnis. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten folgten Konzentrationslager, Berufsverbot und Strafversetzung.

Hans Gerner veröffentlichte seine in Holz geschnittenen bissigen Kommentare des politischen Geschehens überwiegend in der Stuttgarter Sonntagszeitung. Dass Gerner schließlich dem politischen Druck nachgab und in die NSDAP eintrat, soll ihn derart beschämt haben, dass er 1946 sein Leben mit dem Freitod beendete.

Die Sonderausstellung mit den Karikaturen Hans Gerners ist bis Mitte September in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund zu sehen.

Nordfriesisches KZ-Gedenkstätten Projekt „Mehr als Vergangenheit“ – erste Fortbildungsreihe startet im Herbst

18.8.2020

Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Jugend erinnert“ werden Projekte gefördert, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, zeitgemäße Bildungs- und Vermittlungsarbeit in NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren zu entwickeln. „Mehr als Vergangenheit“ lautet unser Projekt, das wir gemeinsam mit der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing und der Nordsee Akademie in Leck eingereicht haben und dessen Finanzierung Anfang des Jahres von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien als eines von drei Projekten in Schleswig-Holstein bewilligt wurde.

Flyer, Poster, Website und Instagram-Account machen auf das Projekt aufmerksam und informieren über den aktuellen Stand; Foto: Holger Heinke

Ziel des Projekts ist es, innerhalb von Fortbildungsreihen und Summerschools interessierte Teilnehmer*innen in der Gedenkstättenarbeit aus- und fortzubilden. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit der regionalen Geschichte und Gedenkstättenarbeit stehen dabei das Entwickeln und Ausprobieren eigener Methoden und Inhalte im Vordergrund. Besonders wichtig für zeitgemäße Vermittlungsmethoden ist die Verknüpfung von der Vergangenheit mit der Gegenwart. Teilnehmende setzen sich daher intensiv mit aktuellen Erscheinungsformen von Rassismus, Verschwörungsideologien und Diskriminierung auseinander und entwickeln Argumentations- und Handlungsstrategien im Umgang mit rechtem Gedankengut. Die Fortbildungsreihen finden jeweils an vier Wochenenden in der Nordsee Akademie in Leck statt und sind für die Teilnehmenden kostenlos.


Projektleiterin Charlotte Haugg und die Leiterin der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Dr. Katja Happe (v.l.n.r.) im Garten der Begegnung; Foto: Holger Heinke


Die Projektleiterin Charlotte Haugg ist für die Organisation und Durchführung der Fortbildungsreihen und Summerschools zuständig. Die erste Fortbildungsreihe startet in diesem Herbst. Charlotte Haugg freut sich über das große Interesse und den Andrang, den es bereits jetzt schon für die Fortbildungen gibt: „Ich bin erstaunt und freue mich sehr über die vielen Anmeldungen, die aus Nordfriesland aber auch aus ganz Deutschland eingetrudelt sind. Zum Glück können wir pro Jahr 2-3 Fortbildungsreihen anbieten, so dass sicherlich jede*r Interessierte die Möglichkeit haben wird, an einer der Fortbildungen teilzunehmen.“ Mehr Informationen zum Projekt gibt es auf der Website: www.mehr-als-vergangenheit.de

Aus dem Gemeindeleben der Kirchengemeinde St. Petri Ladelund

11.6.2020

Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln gelten noch immer, aber die Kirchengemeinde St. Petri in Ladelund bietet ihren Gemeindemitgliedern in den Wochen nach Pfingsten einige kleine Filme, die verschiedene Einrichtungen, Orte und Menschen der Kirchengemeinde vorstellen.  Auch die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte, die von der Kirchengemeinde Ladelund getragen wird, beteiligt sich gerne daran. Als die Pläne der Kirchengemeinde vor […]

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Wir begrüßen Sie gerne!

13.5.2020

Endlich ist es soweit. Wir dürfen die Gedenkstätte wieder öffnen und wir freuen uns, wenn Sie vorbeikommen! Aber…Natürlich gibt es in dieser Zeit ein „aber“… Wir alle müssen Hygiene-Maßnahmen beachten und Abstand voneinander halten.Dazu gibt es ein Hygiene-Konzept der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, durch das wir unsere Besucher und auch uns selbst vor einer Ansteckung […]

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40.000 neue Besucher in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund

29.4.2020

Seit dem 21. April 2020 sind sie da und bereichern den Garten der Begegnung mit ihrem Summen. Eine Imkerin aus dem Nachbarort Westre hat zwei Völker aus ihrem Bestand in den Garten der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund gebracht. Am Rande des Gartens stehen die Kästen nun und die fleißigen Bienen suchen ihren Weg zu den […]

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KZ-Gedenk- und Begegungsstätte Ladelund öffnet ab dem 08.05.2020 vorerst nur wochentags nach den Maßgaben der Hygiene-Richtlinien

14.3.2020

Wir freuen uns auf interessierte, maximal 10 Besucher zur gleichen Zeit (noch keine Gruppen). Gleich im Eingangsbereich finden Sie Informationen zu geforderten Hygiene-Maßnahmen. Die Außenbereiche der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte (der Bereich am ehemaligen Panzerabwehrgraben, das ehemalige Lagergelände und die Grabanlage neben der Kirche) sind jederzeit frei zugänglich. Dort finden Sie auch Informationstafeln zur Geschichte des […]

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„Dimensionen der Mittäterschaft“ mit dem Autor Klaus Kellmann

16.1.2020

Einladung   Klaus Kellmann „Dimensionen der Mittäterschaft“ – Die europäische Kollaboration mit dem Dritten Reich in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund Vortrag am 27. Januar 2020 um 18.00 Uhr (Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus)   „Dimensionen der Mittäterschaft“ – Die europäische Kollaboration mit dem Dritten Reich Dass bis vor Kurzem, fast 75 […]

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Gedenken nach 75 Jahren

18.11.2019

Volkstrauertag 2019 in Ladelund Vom 1. November bis zum 16. Dezember 1944 bestand das KZ Ladelund. In dieser Zeit kamen 300 Männer ums Leben, die auf dem Friedhof in Ladelund beerdigt worden sind. Seit 1952 wird zwei Sonntage vor dem ersten Advent an die Kriegstoten und die Opfer von Gewaltherrschaft auf der ganzen Welt erinnert, […]

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Gedenken zum 75. Jahrestag des Anschlags in Putten

17.10.2019

Wie jedes Jahr Anfang Oktober ist eine Gruppe von Menschen aus Ladelund und Umgebung nach Putten gefahren, um am Gedenken und an der Erinnerung an den Anschlag am 1. Oktober 1944 teilzunehmen. 2019 jährt sich das Ereignis, nach dem mehr als 500 Männer des Ortes Putten – von denen viele in verschiedenen Lagern des nationalsozialistischen […]

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