Ansgar – ein Brückenbauer zwischen Kulturen, Konfessionen und Sprachen

Pilgergruppe zum Ansgar-Jubiläum

Vor 1200 Jahren machte sich der Benediktinermönch Ansgar auf den Weg von Hamburg nach Dänemark und Schweden. Dieses war die erste geplante Berührung der Wikinger mit dem Christentum.

Zum Anlass des Ansgar-Jubiläums startete an Himmelfahrt eine Pilgergruppe in Haddeby bei Schleswig mit dem Ziel, zu Pfingsten in der dänischen Domstadt Ribe anzukommen. Die Tagesetappen hatten eine Strecke von 15-25 Kilometern. Am Sonntag, den 17. Mai, besuchten die 26 Pilger morgens die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte in Ladelund. Geleitet wurde die Gruppe von Pilgerpastor Frank Karpa aus Hamburg. Hier in Ladelund stießen weitere 26 Personen dazu, die als Tagesgäste die nächste Strecke bis nach Lydersholm (DK) begleiteten. Dazu gehörten die Bischöfin Nora Steen und ihre dänische Kollegin Marianne Christiansen. Auch der Landrat des Kreises Nordfriesland Florian Lorenzen schloss sich der Gruppe an. Pastor Karpa hielt eine Andacht im „Garten der Begegnung“, die für die vielen Teilnehmer*innen aus Dänemark und Schweden in die dänische Sprache übersetzt wurde. Als nächstes führte der gemeinsame Weg zur deutsch-dänischen Grenze. Der Grenzübertritt wurde in einem öffentlichen Gottesdienst mit Nora Steen und Marianne Christiansen in Lydersholm gefeiert.

Diese besondere Pilgerreise wurde durch die Unterstützung u. a. von Interreg Deutschland-Dänemark ermöglicht.

Cornelis Lambertus van Leuwen (7.01.1909-23.11.1944)

In diesem Bericht geht es um Cornelis Lambertus van Leuwen, geboren am 7.1.1909 in Putten. Er starb am 23.11.1944 in Ladelund.

Neben der traurigen Geschichte von Cornelis Lambertus van Leuwen, der im KZ Ladelund ermordet wurde, erzählt diese Biografie auch vom intensiven Kontakt mit Angehörigen und Freunden.

Cornelis Lambertus van Leuwen war Bäcker in Putten, als er Anfang Oktober im Zuge der Razzia in Putten verhaftet wurde. Er hatte bereits eine kleine Tochter und seine Frau war erneut schwanger. Das Foto zeigt ihn zusammen mit seiner älteren Tochter auf dem Fahrrad. Das zweite Kind wurde Mitte Mai 1945 geboren und hat seinen Vater nie gesehen. Denn Cornelis Lambertus van Leuwen war bereits am 23. November 1944 im KZ Ladelund gestorben.

Umso erstaunter und vor allem erfreut waren wir, als im August 2021 die erstgeborene Tochter von Cornelis Lambertus van Leuwen zu Besuch in der KZ-Gedenk- und- Begegnungsstätte war. Sie lebt seit Jahren in München, hat aber enge Kontakte nach Rodenäs und war zu Besuch im Norden. Sie hat die Chance ergriffen, zum ersten Mal das Grab ihres Vaters zu besuchen und ist seitdem ein gern gesehener Gast, wann immer sie in der Nähe ist. Auch ihr Gastgeber und Kollege aus Rodenäs war seitdem immer wieder zu Besuch in Ladelund. Wir freuen uns immer über den Kontakt und wertschätzen die Besuche sehr.

Eröffnung der Sonderausstellung

Am 8. Mai kamen ca. 55 Besucher*innen zur Eröffnung der Sonderausstellung mit dem Titel „Humor im Angesicht des Bösen“ – „Darf man über Hitler lachen?“

Frau Prof. Dr. Maria Leuker-Peltis vom Pole Poppenspäler Förderkreis e. V. eröffnete den Abend. Danach präsentierten Ingrid Quack und Volker Friedrichsen eine szenische Lesung, begleitet von der Cellistin Claudia Sokollek. Der Inhalt der Lesung regte zum Nachdenken an, aber an manchen Stellen auch zum Lächeln. Besonders wurde die Neugierde auf die Ausstellung geweckt.

Gruppenbesuch aus Belgien

Am 2. Mai 2026 erhielten wir internationalen Besuch. Eine Gruppe des Belgischen Vriendenkrings Neuengamme war zu einem Besuch in den Norden Deutschlands aufgebrochen. Zu einigen von ihnen aus dem Ort Meensel-Kiezegem gab es bereits Kontakt, vor allem aus gemeinsamen Besuchen des Gedenkens in Putten. Aber umso mehr haben wir uns gefreut, die Gruppe in Ladelund zu begrüßen.

Den Ort Meensel-Kiezegem verbindet eine Razzia im Jahr 1944 mit den Ereignissen in Putten, wo im Oktober 1944 eine Razzia stattfand.
Ladelund kommt ins Spiel, weil im KZ Ladelund auch vier Belgier ermordet wurden, die auf dem Friedhof nahe des Dokumentenhauses beerdigt wurden.

Bei ihrem Besuch legte die Gruppe ein Blumengesteck an den Gräbern nieder und ließ es sich bei der Nähe zu Dänemark nicht nehmen, kurz die Grenze zu überqueren.

Interreg-Projekt „Hope & Despair“

Beim Besuch einer Gruppe aus Belgien, dem Ort Meensel-Kiezegem, haben wir natürlich auf unsere Beteiligung am Interreg-Projekt „Hope & Despair“ hingewiesen und ein aus dem Projekt entstandenes Buch als Geschenk mitgegeben.

Vernissage am 8. Mai 2026 um 19.00 Uhr

Wir möchten alle Interessierten nochmals auf die Sonderausstellung vom 8. Mai bis 23. September 2026 in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund hinweisen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

„Garten der Begegnung“ – fit für die neue Saison

Bei kaltem Nordwestwind trafen sich am Samstag, d. 25.04.2026, insgesamt ca. 30 Personen im „Garten der Begegnung“, um ihn für die neue Saison vorzubereiten. Auch in diesem Jahr hatte sich eine Gruppe aus Putten (NL) auf den Weg nach Ladelund gemacht, um tatkräftig zu unterstützen. Es wurde zusammen gejätet, geharkt und gepflanzt. In den Arbeitspausen blieb ausreichend Zeit für viele gemeinsame Gespräche bei einem „Kopje Koffie“.

Die Helfer pflanzten gemeinsam eine Hecke um das Gelände beim ehemaligen Panzerabwehrgraben. Sie dient als Abgrenzung zu dem neu entstandenen Weg zwischen dem „Weg des Gedenkens“ und dem neuen Baugebiet.

Im Garten nahe des Dokumentenhauses steht seit Samstag eine neue Infotafel zum „Garten der Begegnung“.

Nach getaner Arbeit aßen alle Teilnehmer*innen gemeinsam in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte frischzubereiteten Flammkuchen und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Einladung zur Sonderausstellung vom 8. Mai bis 23. September 2026

In Zusammenarbeit mit dem Pole Poppenspäler Förderkreis e.V. und dem Museumsverbund Nordfriesland wird in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund vom 8. Mai bis 23. September 2026 die Sonderausstellung „Humor im Angesicht des Bösen“ gezeigt.

Termin der Eröffnung: 8. Mai 2026 um 19.00 Uhr in KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund

Szenische Lesung: Ingrid Quack und Volker Friedrichsen; Cello: Claudia Sokollek

Wir hoffen, Ihr Interesse geweckt zu haben und freuen uns auf Ihren Besuch.

Frühjahrsarbeit im „Garten der Begegnung“

Sie sind herzlich eingeladen.

Termin:   Samstag, d. 25. April 2026 um 9.30 Uhr Treffen bei der KZ-Gedenkstätte

Alljährlich reist im Frühjahr eine Gruppe aus Putten (Niederlande) nach Ladelund, um zusammen mit Ladelundern und anderen Interessierten den „Garten der Begegnung“ für die neue Saison vorzubereiten und die Spuren des Winters zu beseitigen.

In diesem Jahr stehen besondere Aufgaben an:

  • Im Garten wird nahe dem KZ-Gedenkstättengebäude eine neue Stele mit Erklärungen zum Garten aufgestellt.
  • Auf dem Gelände beim Panzerabwehrgraben wird eine Hecke aus Sträuchern als Sichtschutz zu einem neu entstandenen Weg gepflanzt. Dieser Weg verbindet den „Weg des Gedenkens“ mit dem zukünftigen Baugebiet der Gemeinde Ladelund. Er dient als Feuerwehrzufahrt und Rettungsweg.

             

Wenn wir Ihr Interesse wecken konnten und Sie auch möchten, dass im Sommer der „Garten der Begegnung“ wieder so wunderschön aussieht, wie auf diesem Foto, sind Sie herzlich eingeladen, bei der Gartenarbeit mitzumachen. Jede helfende Hand ist herzlich willkommen.

Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Um dieses besser planen zu können, bitten wir um eine Anmeldung unter Telefon 04666 449 oder per email info@kz-gedenkstaette-ladelund.de oder telefonisch bei Gudrun Jessen-Hansen 04666 541.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, auch wenn es nur für einen „Schnack“ ist.