„Garten der Begegnung“ – fit für die neue Saison

Bei kaltem Nordwestwind trafen sich am Samstag, d. 25.04.2026, insgesamt ca. 30 Personen im „Garten der Begegnung“, um ihn für die neue Saison vorzubereiten. Auch in diesem Jahr hatte sich eine Gruppe aus Putten (NL) auf den Weg nach Ladelund gemacht, um tatkräftig zu unterstützen. Es wurde zusammen gejätet, geharkt und gepflanzt. In den Arbeitspausen blieb ausreichend Zeit für viele gemeinsame Gespräche bei einem „Kopje Koffie“.

Die Helfer pflanzten gemeinsam eine Hecke um das Gelände beim ehemaligen Panzerabwehrgraben. Sie dient als Abgrenzung zu dem neu entstandenen Weg zwischen dem „Weg des Gedenkens“ und dem neuen Baugebiet.

Im Garten nahe des Dokumentenhauses steht seit Samstag eine neue Infotafel zum „Garten der Begegnung“.

Nach getaner Arbeit aßen alle Teilnehmer*innen gemeinsam in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte frischzubereiteten Flammkuchen und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Einladung zur Sonderausstellung vom 8. Mai bis 23. September 2026

In Zusammenarbeit mit dem Pole Poppenspäler Förderkreis e.V. und dem Museumsverbund Nordfriesland wird in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund vom 8. Mai bis 23. September 2026 die Sonderausstellung „Humor im Angesicht des Bösen“ gezeigt.

Termin der Eröffnung: 8. Mai 2026 um 19.00 Uhr in KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund

Szenische Lesung: Ingrid Quack und Volker Friedrichsen; Cello: Claudia Sokollek

Wir hoffen, Ihr Interesse geweckt zu haben und freuen uns auf Ihren Besuch.

Frühjahrsarbeit im „Garten der Begegnung“

Sie sind herzlich eingeladen.

Termin:   Samstag, d. 25. April 2026 um 9.30 Uhr Treffen bei der KZ-Gedenkstätte

Alljährlich reist im Frühjahr eine Gruppe aus Putten (Niederlande) nach Ladelund, um zusammen mit Ladelundern und anderen Interessierten den „Garten der Begegnung“ für die neue Saison vorzubereiten und die Spuren des Winters zu beseitigen.

In diesem Jahr stehen besondere Aufgaben an:

  • Im Garten wird nahe dem KZ-Gedenkstättengebäude eine neue Stele mit Erklärungen zum Garten aufgestellt.
  • Auf dem Gelände beim Panzerabwehrgraben wird eine Hecke aus Sträuchern als Sichtschutz zu einem neu entstandenen Weg gepflanzt. Dieser Weg verbindet den „Weg des Gedenkens“ mit dem zukünftigen Baugebiet der Gemeinde Ladelund. Er dient als Feuerwehrzufahrt und Rettungsweg.

             

Wenn wir Ihr Interesse wecken konnten und Sie auch möchten, dass im Sommer der „Garten der Begegnung“ wieder so wunderschön aussieht, wie auf diesem Foto, sind Sie herzlich eingeladen, bei der Gartenarbeit mitzumachen. Jede helfende Hand ist herzlich willkommen.

Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Um dieses besser planen zu können, bitten wir um eine Anmeldung unter Telefon 04666 449 oder per email info@kz-gedenkstaette-ladelund.de oder telefonisch bei Gudrun Jessen-Hansen 04666 541.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, auch wenn es nur für einen „Schnack“ ist.

Rechte Tendenzen im ländlichen Raum

Online-Vortrag am 21. April 2026

In der Veranstaltungsreihe „Rechte Tendenzen im ländlichen Raum“ findet am Dienstag, d. 21.04.2026 um 18.30 Uhr der Online-Vortrag „Wie geht’s“ statt.

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer.

Elie Michelier (21.09.1926-29.11.1944)

Ein Foto weckt die Erinnerung

Heute geht es um Elie Michelier, geboren am 21.9.1926 in Entraigues-sur-la-Sorgue im Süden Frankreichs. Er starb am 29.11.1944 in Ladelund.

Immer noch melden sich Angehörige in der KZ-Gedenk- und- Begegnungsstätte auf der Suche nach Menschen, die vermutlich im KZ Ladelund ermordet wurden. Und manchmal rührt der dabei entstehende Briefwechsel zu Tränen, weil die Geschichte so zu Herzen geht. So auch in diesem Fall.

Elie Michelier gehört mit seinen damals 18 Jahren zu den jüngsten Opfern des KZ Ladelund. Seine Nichte Martine hat uns angeschrieben. Elie war 1942 mit seinem Vater Aristide zur Arbeit nach Deutschland gegangen, ob aus Zwang oder freiwillig, bleibt unklar. Vater Aristide kehrte nach dem Krieg alleine nach Frankreich zurück, die Wege von Vater und Sohn hatten sich getrennt.
Elie wurde in Ladelund ermordet. In Frankreich geblieben war der jüngere Bruder von Elie, Fernand. Dessen Tochter, die uns kontaktierte, schrieb, dass Fernand dem Vater nie vergeben habe, ohne den älteren Sohn, Elie, heimgekehrt zu sein.
Fernand lebt noch heute und ist 95 Jahre alt.

Elies Nichte Martine haben wir ein Bild von Elie aus einem französischen Archiv geschickt, dass wir bei unseren Recherchen gefunden hatten. Ihr Mann und sie haben das Foto dem 95jährigen Bruder von Elie gezeigt. In ihrer Mail schreibt sie: „…Es war ein bewegender Moment für diesen alten Mann, der nach 84 Jahren das Gesicht seines Bruders vergessen hatte…“
Das Bild hängt jetzt in der Wohnung von Fernand an der Wand mit allen anderen Familienfotos. Und Martine sollte uns schreiben: …„Sag den Leuten in Deutschland Danke. Ich habe nun Frieden und bin ruhig!“…

Solche Geschichten berühren tief und zeigen immer wieder wie wichtig die Arbeit der KZ-Gedenk- und- Begegnungsstätte ist.

Politische Andacht zur Jahreslosung: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“

Am 19.02.2026 begrüßten wir die SPD-Politikerin Serpil Midyatli zur Politischen Andacht in der St. Petri Kirche in Ladelund. Bevor der Gottesdienst begann, besuchte Frau Midyatli begleitet von der Gedenkstättenleiterin Frau Dr. Katja Happe, Propst Mathias Lenz und einigen Vertreter der Kirchengemeinde die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte und erhielt eine informative Führung.

Im Gottesdienst hielt die Politikerin eine Ansprache zur diesjährigen Jahreslosung der Kirche „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“ und sprach über die aktuelle gesellschaftliche Lage und darüber, wie wichtig Demokratie, Haltung und Verantwortung im Alltag sind. Sie betonte, wie wichtig auch das Engagement der Kirchengemeinde ist, um mit der Gedenkstätte einen Ort des Gedenkens aber auch der Begegnung zu bieten. Erinnerung ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern soll dazu bewegen, die Demokratie zu schützen und sich gegen Rassismus, Hetze und Ausgrenzung zu stellen.

In der anschließenden Fragerunde stellten die ca. 10 anwesenden Konfirmanden besonders viele Fragen an die Rednerin.

Seminar in der Nordsee Akademie

Vergangenheit verstehen: Föhr, Christiansen und die Frage nach Verantwortung

29. bis 31. Mai 2026 in der Nordsee Akademie

Dieses Seminar widmet sich einem dunklen und lange verdrängten Kapitel der regionalen Geschichte Nordfrieslands. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit Friedrich Christiansen – seiner Rolle als Wehrmachtsbefehlshaber in den besetzten Niederlanden und den von ihm zu verantwortenden Kriegsverbrechen, darunter die Verschleppung von über 600 Männern in die nordfriesischen Konzentrationslager Husum-Schwesing und Ladelund.

Wir beleuchten den problematischen Umgang mit Christiansen in der Nachkriegszeit, insbesondere auf der Insel Föhr. Dabei fragen wir, wie es möglich war, dass ein verurteilter Kriegsverbrecher in seiner Heimatgemeinde jahrzehntelang als „Held“ verehrt wurde, und zeigen die Mechanismen lokaler Erinnerungskultur und Verdrängung auf.

Ein ganzer Seminartag ist einer Exkursion nach Wyk auf Föhr gewidmet: Wir besuchen historische Orte, betrachten Formen lokaler Erinnerungskultur und nehmen aktuelle Debatten in den Blick. In der Nordsee Akademie werden diese Eindrücke anschließend in Gesprächen, Inputs und Reflexionsrunden in einen größeren historischen und gesellschaftlichen Kontext eingeordnet.


Zeitraum:
29.-31.05.2026

Seminarstart am 29.05. um 17 Uhr, Seminarende am 31.05. um 13 Uhr

Ort: Nordsee Akademie Leck
Kosten: 150 € (im Einzelzimmer oder als Tagesgast inkl. Verpflegung und Exkursion)

Referent*innen: Charlotte Haugg & Philipp Cordts (Mitarbeitende der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesig)

Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an alle Menschen, die sich für regionale NS-Geschichte, Erinnerungskultur und Fragen nach Verantwortung interessieren – unabhängig von Vorkenntnissen.

Anmeldung & weitere Informationen:
https://www.nordsee-akademie.de/programm/vergangenheit-verstehen-foehr-christiansen-und-die-frage-nach-verantwortung

Das Seminar wird in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing und der KZ-Gedenkstätte Ladelund angeboten.

Vortrag von Ebba D. Drolshagen am 27. Januar 2026

Zu Beginn der Veranstaltung legten wir zum Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus ein Blumengesteck an den Gräbern der im KZ-Ladelund getöteten Männer nieder.

Im Anschluss daran begrüßten wir die Autorin und Übersetzerin Ebba D. Drolshagen, die die ca. 25 teilnehmenden Besucher über den Umgang mit Kindern von deutschen Besatzungssoldaten nach dem Zweiten Weltkrieg informierte.

Als kleinen Dank für ihren sehr informativen Vortrag überreichten wir Frau Drolshagen einen Katalog zur Ausstellung der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund und ein Glas Honig aus dem „Garten der Begegnung“.

„Politische Andacht“ am 19.02.2026

Die Kirchengemeinden Ladelund und Karlum,

der Freundeskreis St. Laurentius und die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund laden gemeinsam ein zur

„Politischen Andacht“ zur Jahreslosung:

> Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! <  (Offenbarung21,5)

am Donnerstag, den 19.02.2026 um 18.00 Uhr in der St. Petri Kirche in Ladelund

mit

Serpil Midyatli

SPD-Landes und Fraktionsvorsitzende

Die Politische Andacht ist mittlerweile zur Tradition geworden. Es werden Landespolitiker*innen aller demokratischen Parteien eingeladen, zur aktuellen Jahreslosung zu sprechen. Sie werden gebeten, keine theologische Predigt zu halten, kein Partei- und Regierungsprogramm vorzutragen, sondern ihre ganz persönlichen Gedanken zur Jahreslosung mit den Andachtsbesucher*innen zu teilen.

Für 2026 erhielten wir die Zusage von Serpil Midyatli. Als Tochter eines Kurden und einer Araberin wurde sie 1975 in Kiel geboren. Seit 2009 ist sie Mitglied des Landtages und seit 2019 neben ihren landes- und kommunalpolitischen Ämtern auch eine von fünf stellvertretenden Vorsitzenden der SPD auf Bundesebene.

Im Anschluss an die Andacht wird allen Besucher*innen die Gelegenheit gegeben, an die Rednerin Fragen zu stellen.