Konzert des Fontanus-Chors aus Putten am 17. November 2024

Der Volkstrauertag in Ladelund wird in diesem Jahr von einem Konzert des Fontanus-Männerchores aus Putten abgeschlossen. Am 17. 11. um 17.00 Uhr wird der Chor ein Konzert in der St. Petri-Kirche in Ladelund geben.

Die 40 Sänger werden geistliche Lieder singen und dem Tag einen würdigen und sicher sehr stimmungsvollen Abschluss bereiten.
Der Chor wird beim Gedenken an den Gräbern am Vormittag zwei Lieder singen, aber am Nachmittag ab 17 Uhr wird Zeit für mehr Lieder sein beim Konzert.

Wir würden uns freuen, wenn viele Besucher den Weg zum Konzert in die Kirche finden.

Lichtinstallation zum 80jährigen Gedenken an das Bestehen des KZ Ladelund

Mit einer überwältigenden Beteilung haben wir am 1. November (dem Zeitpunkt, als das Lager im Jahr 1944 bestand), die Lichtinstallation eröffnet.

künstlerisches Gesamtkonzept und Fotos © www.kystlys.eu

Fast 100 Teilnehmer*innen hatten sich auf dem ehemaligen Lagergelände eingefunden, um dem Posaunenchor Ladelund zu lauschen und an der berührenden Andacht von Pastor Martin Rühe teilzunehmen. Bis zum 16. Dezember leuchten aus drei Containern Lampen bei Dunkelheit das Gelände aus, in einem Container läuft eine Audio-Installation mit Biografien von einigen Ermordeten in ihrer jeweiligen Muttersprache.

Das Konzept für die Licht-Installation stammt von Kystlys aus Marl. Wir sind sehr dankbar, dass alles gut geklappt hat und bedanken uns ganz herzlich bei Allen, die tatkräftigt mit angepackt haben. Ebenso danken wir den Geldgebern, die auf unsere Förderanträge reagiert haben, unter anderem der Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein, der Dieter-Alpheo-Müller-Stiftung und anderen!

Auf dem Gelände symbolisieren 300 Pfähle (einen für jeden der Toten) die Umrisse der Baracken und vermitteln so eine Ahnung von der Größe und Struktur des Lagers.

künstlerisches Gesamtkonzept und Fotos © www.kystlys.eu

Nach der ersten Konzeptfindungsphase sind wir im Herbst an die Umsetzung gegangen. Pfähle wurden gekauft und gestrichen.

© AGL

Für jeden der Pfähle konnten wir einen Paten finden, der sich mit einer Spende am Zustandekommen des Projekts beteiligt hat, Container wurden organisiert, Kontakte in allen möglichen Ländern zum Einlesen der Biografien aktiviert und dann ging es ans Streichen (Danke an alle Beteiligten!!) und das Aufstellen der Pfähle.

© AGL


Natürlich, wie immer bei so großen Projekten, gab es Probleme und Krisen zu überwinden, aber wir freuen uns sehr, dass alles rechtzeitig fertig geworden ist und wir nun einen ganz andren „Erinnerungs“-Blick auf ehemalige Lager erhalten können.

Die Bilder zeigen die Entstehung und Impressionen des fertigen Projekts.

© AGL
künstlerisches Gesamtkonzept und Fotos © www.kystlys.eu
künstlerisches Gesamtkonzept und Fotos © www.kystlys.eu
© AGL

Am Abend vor dem Volkstrauertag, am 16. November, wird es ebenfalls eine Andacht geben und eine dritte am 13. Dezember kurz vor der Auflösung des Lagers vor 80 Jahren. Über den folgenden link gelangen Sie zu einer Dokumentation dieses Projekts von den Lichtkünstlern von Kystlys.

Andachten auf dem ehemaligen Lagergelände mit der Lichtinstallation

Die nächste Andacht wird am 16.11. stattfinden. Um 17.45 treffen wir uns an der Gedenkstätte und gehen in einem stillen Spaziergang zum ehemaligen Lagergelände. Dort wird Pastor Stuck eine Andacht halten. Um 19.00 sind die Teilnehmer*innen zu Gesprächen und keinen Häppchen ins Pastorat eingeladen. Es werden sicher viele unserer niederländischen Freunde an dieser Andacht am Abend vor dem Volkstrauertag teilnehmen.

Es ist wieder Zeit zum Apfelmosten!

Es ist wieder soweit:

am Freitag, dem 25. Oktober, ab 9.00 steht das mobile „Mostmobil“ auf dem Parkplatz der Gedenkstätte.

Wie im letzten Jahr werde Eure Äpfel für Euch gepresst und der Saft in 5l-Kartons (Bag in a box) abgefüllt, die je 7,50€ kostet.

Es sind schon Anmeldungen eingegangen, aber alle kommen dran! Meldet Euch gerne im Vorfeld bei der Gedenkstätte.

Wir hoffen auf besseres Wetter in diesem Jahr. Aber da wir auch dem Sturm im letzten Oktober getrotzt haben, schaffen wir jedes Wetter in diesem Jahr!

Wir freuen uns auf Euch!

Dokumentenhaus

Das neue Schild im Eingangsbereich des Dokumentenhauses wurde am Montag, dem 2. September angebracht.

Wir freuen uns sehr darüber, dass wir nun noch deutlicher zu erkennen sind.

Werden Sie Pate für unsere Lichtinstallation auf dem ehemaligen Lagergelände im Winter

2024 – Wir erinnern an das Bestehen des KZ Ladelund vor 80 Jahren
In diesem Jahr planen wir zum 80-jährigen Gedenken (das KZ Ladelund bestand vom 1.11. – 16.12.1944) auf dem ehemaligen Lagergelände – das normalerweise als Ackerland genutzt wird, auf das wir in diesem Winter aber zugreifen dürfen –

© AGL

eine Lichtinstallation, durch die die Umrisse der ehemaligen Baracken sichtbar werden.

© kystlys

Geplant ist, 300 Pfähle (analog zu den 300 Ermordeten) auf dem Gelände aufzustellen.
Die Pfähle sollen die Umrisse der Baracken deutlich machen. Sie werden im Dunkeln angestrahlt und leuchten.

© kystlys

Damit die Pfähle beim Anstrahlen leuchten, werden sie weiß gestrichen.

© kystlys

Wollen Sie uns bei der Durchführung des Projekts helfen?
Jeder der 300 Pfähle kann für einen kleinen Beitrag „adoptiert“ werden. Für 20,- € können Sie Teil des Projekts werden. Wir hoffen, für die 300 Pfähle „Paten“ zu finden, die mit ihren Beiträgen die Anschaffung eines oder mehrerer Pfähle und ihre Aufstellung innerhalb des Lichtprojekts ermöglichen.


Im Oktober sollen alle Pfähle in einer gemeinsamen Aktion angestrichen werden. Wer Lust hat, ist dazu herzlich eingeladen. Eine gesonderte Mail und Einladung zum Aktionstag ergeht über diesen Verteiler und wird auf unserer Homepage zu finden sein.
Wenn Sie eine oder mehrere Patenschaften übernehmen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf folgendes Konto:

Empfänger: Kirchengemeinde St. Petri Ladelund
IBAN: DE48 5206 0410 6306 4028 28
BIC: GENO DEF1 EK1
Bitte geben Sie im Verwendungszweck an: Gedenkstätte Ladelund Az: 33 829500 46210 und dazu Mail-Adresse oder Telefon-Nummer, damit wir Sie informieren können, wann die Streich-Aktion stattfinden wird.

Genesio Santin – ein Widerstandskämpfer aus Italien (15.08.1909 – 11.12.1944)

Heute erinnern wir an den Häftling Genesio Santin, geboren am 15.08.1909 in Sacile in Norditalien. Er war inhaftiert im KZ Ladelund und starb in Ladelund am 11.12.1944.

Erst im Frühjahr des Jahres 2024 wurde in Sacile (einer kleinen Stadt in Norditalien, die wegen ihrer vielen Kanäle oft als Garten Venedigs bezeichnet wird) ein Stolperstein zu Ehren von Genesio Santin verlegt. Schüler aus Sacile haben die Geschichte Santins recherchiert und zusammen mit der politischen Gemeinde die Verlegung des Stolpersteins angeregt. Über ein Bild der Aktion sind wir bei unseren Recherchen auf die Geschichte Santins gestoßen.

Über die Jugend Santins wissen wir nichts. Es ist nur bekannt, dass er verheiratet und katholisch war. Er hat als Bauer gearbeitet. In die italienische Armee wurde er nicht eingezogen. Nachdem der Norden Italiens ab dem Herbst 1943 von deutschen Truppen besetzt wurde, beteiligte sich Genesio Santin an Aktionen des Widerstands gegen die deutsche Besatzung. Bei einer Razzia in Sacile im August 1944 wurde auch Genesio Santin verhaftet. Nach seiner Verhaftung verbrachte er ab Anfang Oktober 1944 einige Wochen im KZ Dachau, bevor er über das KZ Neuengamme weiter nach Ladelund deportiert wurde.

Genesio Santin starb am 11. Dezember 1944 im KZ Ladelund kurz vor der Auflösung des Lagers und wurde in Grab Nr. 9 bestattet.

Einladung zur Vernissage der Ausstellung zu Dietrich Bonhoeffer am 9. Juli 2024

Am Dienstag, den 9.7.2024 eröffnen wir unsere diesjährige Sommerausstellung. Dieses Jahr steht „Dietrich Bonhoeffer – Leben und Werk“ im Mittelpunkt der Ausstellung. Die Ausstellung wird bis zum 12. September in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte zu sehen sein.

Frau Prof. Dr. Ulrike Suhr wird die Ausstellung am Dienstag, 9.7.2024, um 19.00 Uhr mit einem Vortrag eröffnen. Dazu möchten wir Sie gerne in die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte nach Ladelund einladen.

Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) gilt als einer der wichtigsten Vertreter des christlichen Widerstandes im Nationalsozialismus. Die Ausstellung schildert das Leben und Werk des evangelischen Pfarrers.

Dietrich Bonhoeffer studierte Theologie in Tübingen, Bonn und Rom und reiste 1930 nach New York. Nach 1933 wurde er als Mitarbeiter der Bekennenden Kirche zu einem führenden Theologen der kirchlichen Oppositionsbewegung. Infolge des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler wurde brisantes Material entdeckt, das gegen Bonhoeffer verwendet wurde. Die SS ermordete ihn am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg.

Die Ausstellung informiert über das Leben Bonhoeffers und enthält zahlreiche Zitate, Fotografien und Texte, unter anderem den berühmten Liedtext zu „Von Guten Mächten“. Die Wanderausstellung bietet einen multimedialen Zugang: Über QR-Codes können die Nutzer im Internet weitere Informationen abrufen – darunter Ton- und Videodokumente.

Als einzige KZ-Gedenkstätte bundesweit, die von der Kirche getragen wird, ist es gerade uns in Ladelund ein Anliegen, mit dieser Ausstellung an den Theologen und Anhänger der Bekennenden Kirche zu erinnern.

Interreg-Projekt

Seit 2023 ist die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund wieder an einem großen Projekt beteiligt. Nach „Mehr als Vergangenheit“ geht es diesmal um ein grenzüberschreitendes Projekt mit Gedenkstätten, Museen und Touristik-Organisationen in Dänemark und Deutschland.

„Hope and Despair“ wird von der EU gefördert. Es geht darum, Touristen und Besuchern mit verschiedenen Projekten neue Wege zu eröffnen, wie sie sich in Dänemark und Deutschland mit der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg beschäftigen.

Es werden Touren und Routen zwischen Billund (DK) und Neuengamme (D) entwickelt. In Ladelund und einigen anderen Gedenkstätten und Museen, die Teil des Projekts sind, wird im Frühjahr 2025 eine kleine Ausstellung zu sehen sein.