Am 2. Mai 2026 erhielten wir internationalen Besuch. Eine Gruppe des Belgischen Vriendenkrings Neuengamme war zu einem Besuch in den Norden Deutschlands aufgebrochen. Zu einigen von ihnen aus dem Ort Meensel-Kiezegem gab es bereits Kontakt, vor allem aus gemeinsamen Besuchen des Gedenkens in Putten. Aber umso mehr haben wir uns gefreut, die Gruppe in Ladelund zu begrüßen.
Den Ort Meensel-Kiezegem verbindet eine Razzia im Jahr 1944 mit den Ereignissen in Putten, wo im Oktober 1944 eine Razzia stattfand. Ladelund kommt ins Spiel, weil im KZ Ladelund auch vier Belgier ermordet wurden, die auf dem Friedhof nahe des Dokumentenhauses beerdigt wurden.
Bei ihrem Besuch legte die Gruppe ein Blumengesteck an den Gräbern nieder und ließ es sich bei der Nähe zu Dänemark nicht nehmen, kurz die Grenze zu überqueren.
Beim Besuch einer Gruppe aus Belgien, dem Ort Meensel-Kiezegem, haben wir natürlich auf unsere Beteiligung am Interreg-Projekt „Hope & Despair“ hingewiesen und ein aus dem Projekt entstandenes Buch als Geschenk mitgegeben.
Wir möchten alle Interessierten nochmals auf die Sonderausstellung vom 8. Mai bis 23. September 2026 in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund hinweisen.
Bei kaltem Nordwestwind trafen sich am Samstag, d. 25.04.2026, insgesamt ca. 30 Personen im „Garten der Begegnung“, um ihn für die neue Saison vorzubereiten. Auch in diesem Jahr hatte sich eine Gruppe aus Putten (NL) auf den Weg nach Ladelund gemacht, um tatkräftig zu unterstützen. Es wurde zusammen gejätet, geharkt und gepflanzt. In den Arbeitspausen blieb ausreichend Zeit für viele gemeinsame Gespräche bei einem „Kopje Koffie“.
Die Helfer pflanzten gemeinsam eine Hecke um das Gelände beim ehemaligen Panzerabwehrgraben. Sie dient als Abgrenzung zu dem neu entstandenen Weg zwischen dem „Weg des Gedenkens“ und dem neuen Baugebiet.
Im Garten nahe des Dokumentenhauses steht seit Samstag eine neue Infotafel zum „Garten der Begegnung“.
Nach getaner Arbeit aßen alle Teilnehmer*innen gemeinsam in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte frischzubereiteten Flammkuchen und ließen den Tag gemütlich ausklingen.
In Zusammenarbeit mit dem Pole Poppenspäler Förderkreis e.V. und dem Museumsverbund Nordfriesland wird in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund vom 8. Mai bis 23. September 2026 die Sonderausstellung „Humor im Angesicht des Bösen“ gezeigt.
Termin der Eröffnung: 8. Mai 2026 um 19.00 Uhr in KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund
Szenische Lesung: Ingrid Quack und Volker Friedrichsen; Cello: Claudia Sokollek
Wir hoffen, Ihr Interesse geweckt zu haben und freuen uns auf Ihren Besuch.
Termin: Samstag, d. 25. April 2026 um 9.30 UhrTreffen bei der KZ-Gedenkstätte
Alljährlich reist im Frühjahr eine Gruppe aus Putten (Niederlande) nach Ladelund, um zusammen mit Ladelundern und anderen Interessierten den „Garten der Begegnung“ für die neue Saison vorzubereiten und die Spuren des Winters zu beseitigen.
In diesem Jahr stehen besondere Aufgaben an:
Im Garten wird nahe dem KZ-Gedenkstättengebäude eine neue Stele mit Erklärungen zum Garten aufgestellt.
Auf dem Gelände beim Panzerabwehrgraben wird eine Hecke aus Sträuchern als Sichtschutz zu einem neu entstandenen Weg gepflanzt. Dieser Weg verbindet den „Weg des Gedenkens“ mit dem zukünftigen Baugebiet der Gemeinde Ladelund. Er dient als Feuerwehrzufahrt und Rettungsweg.
Wenn wir Ihr Interesse wecken konnten und Sie auch möchten, dass im Sommer der „Garten der Begegnung“ wieder so wunderschön aussieht, wie auf diesem Foto, sind Sie herzlich eingeladen, bei der Gartenarbeit mitzumachen. Jede helfende Hand ist herzlich willkommen.
Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Um dieses besser planen zu können, bitten wir um eine Anmeldung unter Telefon 04666 449 oder per email info@kz-gedenkstaette-ladelund.de oder telefonisch bei Gudrun Jessen-Hansen 04666 541.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch, auch wenn es nur für einen „Schnack“ ist.
Heute geht es um Elie Michelier, geboren am 21.9.1926 in Entraigues-sur-la-Sorgue im Süden Frankreichs. Er starb am 29.11.1944 in Ladelund.
Immer noch melden sich Angehörige in der KZ-Gedenk- und- Begegnungsstätte auf der Suche nach Menschen, die vermutlich im KZ Ladelund ermordet wurden. Und manchmal rührt der dabei entstehende Briefwechsel zu Tränen, weil die Geschichte so zu Herzen geht. So auch in diesem Fall.
Elie Michelier gehört mit seinen damals 18 Jahren zu den jüngsten Opfern des KZ Ladelund. Seine Nichte Martine hat uns angeschrieben. Elie war 1942 mit seinem Vater Aristide zur Arbeit nach Deutschland gegangen, ob aus Zwang oder freiwillig, bleibt unklar. Vater Aristide kehrte nach dem Krieg alleine nach Frankreich zurück, die Wege von Vater und Sohn hatten sich getrennt. Elie wurde in Ladelund ermordet. In Frankreich geblieben war der jüngere Bruder von Elie, Fernand. Dessen Tochter, die uns kontaktierte, schrieb, dass Fernand dem Vater nie vergeben habe, ohne den älteren Sohn, Elie, heimgekehrt zu sein. Fernand lebt noch heute und ist 95 Jahre alt.
Elies Nichte Martine haben wir ein Bild von Elie aus einem französischen Archiv geschickt, dass wir bei unseren Recherchen gefunden hatten. Ihr Mann und sie haben das Foto dem 95jährigen Bruder von Elie gezeigt. In ihrer Mail schreibt sie: „…Es war ein bewegender Moment für diesen alten Mann, der nach 84 Jahren das Gesicht seines Bruders vergessen hatte…“ Das Bild hängt jetzt in der Wohnung von Fernand an der Wand mit allen anderen Familienfotos. Und Martine sollte uns schreiben: …„Sag den Leuten in Deutschland Danke. Ich habe nun Frieden und bin ruhig!“…
Solche Geschichten berühren tief und zeigen immer wieder wie wichtig die Arbeit der KZ-Gedenk- und- Begegnungsstätte ist.
Am 19.02.2026 begrüßten wir die SPD-Politikerin Serpil Midyatli zur Politischen Andacht in der St. Petri Kirche in Ladelund. Bevor der Gottesdienst begann, besuchte Frau Midyatli begleitet von der Gedenkstättenleiterin Frau Dr. Katja Happe, Propst Mathias Lenz und einigen Vertreter der Kirchengemeinde die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte und erhielt eine informative Führung.
Im Gottesdienst hielt die Politikerin eine Ansprache zur diesjährigen Jahreslosung der Kirche „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“ und sprach über die aktuelle gesellschaftliche Lage und darüber, wie wichtig Demokratie, Haltung und Verantwortung im Alltag sind. Sie betonte, wie wichtig auch das Engagement der Kirchengemeinde ist, um mit der Gedenkstätte einen Ort des Gedenkens aber auch der Begegnung zu bieten. Erinnerung ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern soll dazu bewegen, die Demokratie zu schützen und sich gegen Rassismus, Hetze und Ausgrenzung zu stellen.
In der anschließenden Fragerunde stellten die ca. 10 anwesenden Konfirmanden besonders viele Fragen an die Rednerin.
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