Sommerausstellung 2019 – Leben nach dem Überleben

Am 23.7.2019 eröffnet die Sommerausstellung in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund. Bis Mitte September zeigen wir im Eingangsbereich des Dokumentenhauses eine Ausstellung von AMCHA Deutschland e.V.

Elias Feinzirlberg mit seiner Enkelin 2015 in Israel

Die Fotografin Hanna Schaetzle war 2014/2015 im Auftrag von AMCHA in Israel und hat Überlebende des Holocaust und ihre Familien portraitiert.

Die Überlebenden des Holocaust wurden mit ihrer Befreiung vor mehr als siebzig Jahren zwar gerettet, doch schwere Traumata prägen ihr Leben bis heute. Das Leben nach dem Überleben – was bringt es mit sich für die Überlebenden und ihre Familien? Wie wirken die Schrecken der Verfolgung bis heute nach? Welchen Einfluss hat der Umgang der Gesellschaft mit der traumatisierenden Vergangenheit auf die individuelle Aufarbeitung?

AMCHA engagiert sich seit mehr als 30 Jahren in der Hilfe und psychotherapeutischen Betreuung von Überlebenden und ihren Familien. Die Fotos von Helena Schaetzle und die sie begleitenden Texte zeigen eindrucksvoll und emotional das Leben nach dem Überleben.

15.6.2019 Tag der offenen Gesellschaft im „Garten der Begegnung“

Wir feiern am 15. Juni 2019 den Tag der offenen Gesellschaft im neuen „Garten der Begegnung“ – welcher Ort wäre besser dafür geeignet?

Ab 17.00 lädt die Gedenkstätte zu einem fröhlichen Fest ein, um die Demokratie und eine offene Gesellschaft zu feiern. DIe Diakonie Deutschland und ein breites Bündnis an Organisationen unterstützt seit zwei Jahren die bundesaweite Veranstaltung, um Menschen zusammenzubringen und einen Toast auf eine offene Gesellschaft auszubringen. Und dieses Jahr ist auch die Gedenkstätte in Ladelund mit dabei.

Im „Garten der Begegnung“ wachsen gerade die neu gesäten Blumen, die Mauerumrandung ist fertig und der ganze Garten lädt zum Verweilen ein. Bei hoffentlich schönem Sonnenschein freuen wir uns auf Besucher und viele nette Gespräche.
Wenn jeder eine Kleinigkeit zu essen mitbringt (die Getränke stellt die Gedenkstätte), werden wir einen geselligen Abend verbingen.

Wir freuen uns darauf!!

11.-14. April 2019 Der Garten der Begegnung – Es wird Zeit zum Säen und Pflanzen

Freiwillige aus Ladelund und Putten kommen am zweiten April-Wochenende wieder in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte zusammen, um den neuen Garten der Begegnung zu vollenden.

Nach den grundlegenden Arbeiten im letzten Jahr, bei dem die Grundform und die Struktur des Gartens mit viel Energie geschaffen wurde, geht es nun darum, den Garten zu bepflanzen und zu begrünen.  

Der Garten der Begegnung ensteht

Gerade im Moment finden Klinkerarbeiten statt, damit der Garten barrierefrei zugänglich ist und schön gestaltete Sitzflächen zum Verweilen einladen.

Aus Putten haben sich über 20 Freiwillige angemeldet, die zusammen mit Freiwilligen aus Ladelund die Verschönerung des Gartens in Angriff nehmen wollen. Und auch aus der weiteren Umgebung erwarten wir Gäste, die ihr Engagement aus dem letzten Jahr fortsetzen wollen.
Die Gedenkstätte und die Kirchengemeinde Ladelund werden wie gewohnt für das leibliche Wohl der freiwilligen Gärtner sorgen. Und dann werden wir auf warme Tage und den Einzug des Frühlings warten, damit die gepflanzten Blumen und Gräser wachsen können und der Garten der Begegnung seinem Namen alle Ehre machen kann.

Der Garten der Begegnung im September 2018

20. Januar 2019: 2. interreligiöser Dialog zum Thema Menschenrechte und Religionen

Am 10. Dezember 2018 fand in der KZ Gedenkstätte Ladelund ein erster interreligiöser Dialog statt zum Thema „Menschenrechte,
Menschenverachtung und die Rolle der Religionen“. Bei der 2. Runde am 20. Januar sollen Menschrechtsverletzungen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Religion ein thematischer Schwerpunkt sein.

Die KZ-Gedenkstätte Ladelund hat das Podium für diese Fortführung des interreligiösen Dialoges zum Thema Menschenrechte am 20. Januar neu zusammengestellt.

Den Islam vertritt diesmal Halima Krausen von der Akademie der Weltreligionen an der Universität Hamburg. Sie war von 1996 bis 2014 Imamin an der schiitischen Imam-Ali-Moschee an der Außenalster. Am 10. Dezember hatte der Islamratsvorsitzende Burhan Kesici im Namen der 4 großen sunnitischen Verbände in Ladelund teilgenommen und sich dabei aus dem Vertrag von Medina aus dem Jahr 622 begründet, warum ein „Islamischer Staat“ nur ein säkularer Staat sein kann, in dem religiöse Vielfalt, Religionsfreiheit und Menschenrechte staatlich gewährleistet würden.

Das Judentum wird in Ladelund erstmals von Walter Joshua Pannbacker vertreten, der bereits im Dezember eingeladen war, die Gedenkstätte aber wegen eines aus seiner damaligen Sicht „antisemitischen“ Vorfalls noch vor der Veranstaltung verlassen hatte. Ein pensionierter Bundeswehroffizier, der der Ladelunder Gedenkstätte seit dem Jugendalter verbunden ist und 1963 mit dem damaligen Pastor und Gedenkstättenleiter Harald Richter 2 Wochen im niederländischen Dorf Putten war, aus dem 110 KZ-Opfer in Ladelund begraben liegen, hatte Pannbacker vor der letzten Veranstaltung mit kritischen Fragen zur Politik Israels dermaßen zugesetzt, dass deren Zwiegespräch eskalierte. Inzwischen haben sie sich ausgesöhnt und angekündigt, ihren persönlichen Dialog in der großen Runde wiederaufzunehmen.

Das Christentum wird diesmal von Pastor Rien van der Veght vertreten, dem Geschäftsführer der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Hamburg. Zuletzt hatte Gedenkstättenleiter Pastor Christian Johnsen selbst den christlichen Part übernommen, der diesmal moderieren wird. Die heiklen Themen Israel und Palästina oder Israel und Menschenrechte werden selbst von kirchlichen Friedensfreunden immer seltener angefasst, nachdem im letzten Sommer Israel unter Protesten selbst der EU Israel sich zum „Nationalstaat für jüdische Menschen“ und ganz Jerusalem zu dessen Hauptstadt erklärt hat und die Rechte seiner arabischen Staatsbürger aus deren Sicht stärker denn je beschneidet.  

Eine Zusammenfassung der Äußerungen des Islamratvorsitzenden sowie ein Mitschnitt des ersten Dialogs steht auf dieser Internetseite der Gedenkstätte „Aktuelles“ – „10. Dezember 2018“. An deren Emailadresse info@kz-gedenkstaette-ladelund.de können Interessierte zudem vorab Fragen an die neuen Gesprächspartner senden.

Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Projektes „Schulter an Schulter“ der Stiftung gegen Rassismus gefördert.

10. Dezember 2018: Menschenrechte, Menschenverachtung und die Rolle der Religionen. Interreligiöser Dialog zum Tag der Menschenrechte

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geht ein Abrahamisches Team unter der Moderation von Bernd Grafe-Ulke (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten) der Frage nach, was die Menschenrechte aus Sicht der Religionen bedeuten, ob auch ihre Anhänger von ihnen profitieren und wo sie heute noch von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind oder sie begehen, was deshalb verbessert oder besser umgesetzt werden müsste und was die Religionsgemeinschaften dafür tun könnten. Von 17:00–19:30 Uhr diskutieren in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund:

Walter Joshua Pannbacker (Landesverband der Jüdischen Gemeinden
von Schleswig-Holstein),

Burhan Kesici (Vorsitzender des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland) und

Christian Johnsen (Gedenkstättenleiter, Pfarrer der Ev. Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz).

Der Einsatz von Abrahamischen Teams wird koordiniert vom Abrahamischen Forum in Deutschland e.V. (abrahamisches-forum.de).

               

Bericht fürs Gemeindeblatt über den 10.12.2018

2018-11-01-Einladung Tag der MR 2018-elektronisch

18. November 2018 – Volkstrauertag

Aus dem Bericht der SHZ:

„Die Kirche war voll besetzt, als Pastor Hans-Joachim Stuck die Anwesenden begrüßte. In Deutsch, Dänisch und Holländisch wurde aus dem 8. Kapitel von Paulus’ Römerbrief zitiert.

‚Man spürt das Seufzen der Kreatur‘, verwies Pröpstin Annegret Wegner-Braun in ihrer Predigt auf ein Bild des Flensburger Malers Uwe Appold, das sich mit Kriegsfeldern von Verdun auseinandersetzt – stellvertretend für alle Kriegsschauplätze. Der Schmerz der Lebewesen erschüttere die Erde, die selbst leide.

‚Jeder Krieg dringt tief in die Lebenswelten mit unfassbarer Gewalt‘, sagte die Pröpstin – die Welt sei bedroht von der Gier des Menschen. Der Sänger Herbert Grönemeyer habe mit dem Lied ‚Ein Stück vom Himmel‘ gefragt: ‚Die Erde ist freundlich, warum wir eigentlich nicht?‘ Die Pröpstin äußerte, dass es trotz aller Kriege Hoffnung gebe. ‚Wir müssen an der Kraft des Guten festhalten.‘

Pastor Hans-Joachim Stuck leitete gemeinsam mit Gedenkstättenleiter Pastor Christian Johnsen zum Totengedenken und Fürbittengebet über. Monsignore Rizieri De [T]ina aus Nimis, einer Gemeinde in der norditalienischen Provinz Udine, übernahm es, für die umgekommenen Mitbürger zu beten und zu singen, während Wilma Knoppersen für die im KZ ermordeten Niederländer aus Putten sprach.

Hans Jochimsen vom Freundeskreis der Gedenkstätte betete für die dänischen Landsleute. Der Gottesdienst endete mit dem ‚Vaterunser‘, das jeder in seiner Sprache anstimmte.

– Quelle: https://www.shz.de/21693257 ©2019

Video: Dr. Hannegreth Grundmann

30. September 2018: Einweihung Garten der Begegnung

Am Sonntag, dem 30.09.2018 wird um 10 Uhr in einem Erntedankgottesdienst mit einer Abendmahlsfeier der (fast) fertiggestellte Garten der Begegnung eingeweiht. Dank vieler Spenderinnen und Spender und fleißiger ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer aus den Deutschland und den Niederlanden konnte der Bereich zwischen den Gräbern und dem Dokumentenhaus hinter der St. Petri Kirche in Ladelund neu gestaltet werden.

2. September 2018: Verabschiedung von Raimo Alsen

DANKE, RAIMO ALSEN!

 

Danke, Raimo Alsen!

Der bisherige Leiter der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund Raimo Alsen wechselt das Arbeitsfeld. Nach 4 ½ Jahren startet er neu in der „Grund- und Gemeinschaftsschule“ der Stadt Pinneberg.

“Wir sind sehr dankbar für seine intensive und erfolgreiche Arbeit”, so der Kirchengemeinderat der Kirchengemeinde Ladelund. “Sein freundliches Wesen förderte die Teamarbeit und stärkte eine positive Arbeitsatmosphäre. Die Umsetzung der neuen Ausstellung verlangte auch von ihm Kraft, Kreativität und Organisation.”

Die Verabschiedung findet im Rahmen des Gottesdienstes statt am Sonntag, 2. September 2018, ab 10.30 Uhr in der St. Petri-Kirche Ladelund, in dem auch sein kommissarischer Interims-Nachfolger, Pfr. Christian Johnsen aus Berlin, eingeführt wird. Im Anschluss an den Gottesdienst ist die Gemeinde eingeladen zu einem Empfang im Gemeindesaal des Pastorats. Wir haben fünf Gäste gebeten, ein Grußwort zu sagen. In der Kaffeepause gibt es Zeit für persönliche Gespräche und Begegnungen.

Raimo Alsen bittet darum, auf die Gabe von Präsenten zu verzichten. Er würde sich freuen, wenn gegebenenfalls Spenden für den „Garten der Begegnung“ an der Gedenkstätte getätigt werden.

Konto:
Förderverein der KZ-Gedenk- und
Begegnungsstätte e.V., VR Niebüll
DE60 5206 0410 0006 4543 72
Verwendungszweck:
Verabschiedung Alsen – Garten der Begegnung

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an info@kz-gedenkstaette-ladelund.de oder Telefon: 04666/449