Figurentheater im Nationalsozialismus

Im Zuge unserer Wechselausstellung zum Thema „Humor im Angesicht des Bösen“ hat am Freitagabend, dem 7.8.2026 Silke Technau einen Vortrag gehalten. Silke Technau leitet zusammen mit ihrem Mann Stefan Schlafke, der ebenfalls am Freitag vor Ort war und die technische Seite des Vortrags organisierte, das Kobalt-Figurentheater in Lübeck und ist ausgewiesene Expertin zum Thema „Figurentheater im Nationalsozialismus“, das sie gut 25 Besucher*innen am Freitagabend in der Gedenkstätte vorstellte. Anhand von Bildern und sogar kleinen Film-Ausschnitten eröffnete sie ein Panorama vom Puppenspiel und dessen Akteuren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.Am Freitag, d. 7.08.2026 hielt Frau Silke Technau aus Lübeck in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund einen Vortrag zum Thema: Figurentheater im Nationalsozialismus“.

Als besonderes Highlight hatte sie zwei Figuren mit, die Hitler darstellten. Die Figuren hat das Theater erst vor wenigen Tagen übernommen. Über ihre Herkunft und Geschichte ist noch nicht viel bekannt.

Nach dem spannenden Vortrag blieb noch Zeit für weiterführende Gespräche und kleine Snacks in der Gedenkstätte.

Kreuz an den Gräbern der KZ-Opfer wird erneuert

In der vergangenen Woche holten zwei Tischler das in die Jahre gekommene Holzkreuz ab, das auf einem der drei Sockel an den Gräbern der KZ-Opfer auf dem Ladelunder Friedhof steht. Es wird durch ein neues ersetzt. Nachdem der Teil des Kreuzes, der im Sockel steckte, sichtbar war, wurde klar, wie notwendig die Erneuerung des morschen Kreuzes ist. Das neue Kreuz wird aus Eichenholz gebaut und wieder mit der lateinischen Inschrift „Isti sunt qui venerunt ex magna tribulatione“ versehen. Dieses Bibelzitat aus der Offenbarung 7,14 (Apokalypse) heißt in der deutschen Übersetzung: „Diese sind’s, die gekommen sind aus großer Trübsal“.

Wir hoffen, dass das neue Kreuz spätestens zum Volkstrauertag fertigmontiert auf dem Friedhof steht.

„Figurentheater im Nationalsozialismus“

Am Freitag, d. 7. August 2026 hält Frau Silke Technau um 19.00 Uhr einen Vortrag zum Thema „Figurentheater im Nationalsozialismus“. Frau Technau leitet das Kobalt Figurentheater in Lübeck.

Falls Sie sich noch nicht die diesjährige Sonderausstellung „Humor im Angesicht des Bösen“ ansehen konnten, bietet Ihnen der Abend die Gelegenheit dazu. Die Ausstellung wird noch bis zum 23. September 2026 gezeigt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ansgar – ein Brückenbauer zwischen Kulturen, Konfessionen und Sprachen

Pilgergruppe zum Ansgar-Jubiläum

Vor 1200 Jahren machte sich der Benediktinermönch Ansgar auf den Weg von Hamburg nach Dänemark und Schweden. Dieses war die erste geplante Berührung der Wikinger mit dem Christentum.

Zum Anlass des Ansgar-Jubiläums startete an Himmelfahrt eine Pilgergruppe in Haddeby bei Schleswig mit dem Ziel, zu Pfingsten in der dänischen Domstadt Ribe anzukommen. Die Tagesetappen hatten eine Strecke von 15-25 Kilometern. Am Sonntag, den 17. Mai, besuchten die 26 Pilger morgens die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte in Ladelund. Geleitet wurde die Gruppe von Pilgerpastor Frank Karpa aus Hamburg. Hier in Ladelund stießen weitere 26 Personen dazu, die als Tagesgäste die nächste Strecke bis nach Lydersholm (DK) begleiteten. Dazu gehörten die Bischöfin Nora Steen und ihre dänische Kollegin Marianne Christiansen. Auch der Landrat des Kreises Nordfriesland Florian Lorenzen schloss sich der Gruppe an. Pastor Karpa hielt eine Andacht im „Garten der Begegnung“, die für die vielen Teilnehmer*innen aus Dänemark und Schweden in die dänische Sprache übersetzt wurde. Als nächstes führte der gemeinsame Weg zur deutsch-dänischen Grenze. Der Grenzübertritt wurde in einem öffentlichen Gottesdienst mit Nora Steen und Marianne Christiansen in Lydersholm gefeiert.

Diese besondere Pilgerreise wurde durch die Unterstützung u. a. von Interreg Deutschland-Dänemark ermöglicht.

Eröffnung der Sonderausstellung

Am 8. Mai kamen ca. 55 Besucher*innen zur Eröffnung der Sonderausstellung mit dem Titel „Humor im Angesicht des Bösen“ – „Darf man über Hitler lachen?“

Frau Prof. Dr. Maria Leuker-Pelties vom Pole Poppenspäler Förderkreis e. V. eröffnete den Abend. Danach präsentierten Ingrid Quack und Volker Friederichsen eine szenische Lesung, begleitet von der Cellistin Claudia Sokollek. Der Inhalt der Lesung regte zum Nachdenken an, aber an manchen Stellen auch zum Lächeln. Besonders wurde die Neugierde auf die Ausstellung geweckt.

Gruppenbesuch aus Belgien

Am 2. Mai 2026 erhielten wir internationalen Besuch. Eine Gruppe des Belgischen Vriendenkrings Neuengamme war zu einem Besuch in den Norden Deutschlands aufgebrochen. Zu einigen von ihnen aus dem Ort Meensel-Kiezegem gab es bereits Kontakt, vor allem aus gemeinsamen Besuchen des Gedenkens in Putten. Aber umso mehr haben wir uns gefreut, die Gruppe in Ladelund zu begrüßen.

Den Ort Meensel-Kiezegem verbindet eine Razzia im Jahr 1944 mit den Ereignissen in Putten, wo im Oktober 1944 eine Razzia stattfand.
Ladelund kommt ins Spiel, weil im KZ Ladelund auch vier Belgier ermordet wurden, die auf dem Friedhof nahe des Dokumentenhauses beerdigt wurden.

Bei ihrem Besuch legte die Gruppe ein Blumengesteck an den Gräbern nieder und ließ es sich bei der Nähe zu Dänemark nicht nehmen, kurz die Grenze zu überqueren.

Interreg-Projekt „Hope & Despair“

Beim Besuch einer Gruppe aus Belgien, dem Ort Meensel-Kiezegem, haben wir natürlich auf unsere Beteiligung am Interreg-Projekt „Hope & Despair“ hingewiesen und ein aus dem Projekt entstandenes Buch als Geschenk mitgegeben.

Vernissage am 8. Mai 2026 um 19.00 Uhr

Wir möchten alle Interessierten nochmals auf die Sonderausstellung vom 8. Mai bis 23. September 2026 in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund hinweisen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

„Garten der Begegnung“ – fit für die neue Saison

Bei kaltem Nordwestwind trafen sich am Samstag, d. 25.04.2026, insgesamt ca. 30 Personen im „Garten der Begegnung“, um ihn für die neue Saison vorzubereiten. Auch in diesem Jahr hatte sich eine Gruppe aus Putten (NL) auf den Weg nach Ladelund gemacht, um tatkräftig zu unterstützen. Es wurde zusammen gejätet, geharkt und gepflanzt. In den Arbeitspausen blieb ausreichend Zeit für viele gemeinsame Gespräche bei einem „Kopje Koffie“.

Die Helfer pflanzten gemeinsam eine Hecke um das Gelände beim ehemaligen Panzerabwehrgraben. Sie dient als Abgrenzung zu dem neu entstandenen Weg zwischen dem „Weg des Gedenkens“ und dem neuen Baugebiet.

Im Garten nahe des Dokumentenhauses steht seit Samstag eine neue Infotafel zum „Garten der Begegnung“.

Nach getaner Arbeit aßen alle Teilnehmer*innen gemeinsam in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte frischzubereiteten Flammkuchen und ließen den Tag gemütlich ausklingen.