Im Rahmen der Aktion des Bündnisses „Zusammen für Demokratie“ hat auch die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund ein Banner vom Kirchenkreis Nordfriesland bekommen. Es gab Banner mit vier verschiedenen Aufschriften, die sich alle mit der Förderung und dem Schutz der Demokratie beschäftigen.
Es geht darum, auch nach der Bundestagswahl für die Demokratie einzutreten. Da das Thema „Menschenwürde“, die für jeden Einzelnen gilt, ein wichtiges Thema für die Gedenkstättenarbeit ist, zeigen wir zusammen mit Kirchengemeinen und anderen Diensten und Werken des Kirchenkreises Nordfriesland gerne Flagge und betonen die Wichtigkeit!
14.-18. Juli 2025 in der Nordsee Akademiein 25917 Leck
Liebe Interessierte,
die Nordsee Akademie in Leck bietet in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund, der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing und dem historischen Lernort Neulandhalle noch freie Plätze für die Teilnahme an einem Bildungsurlaub an. Die Informationen dazu finden Sie im unten abgebildeten Flyer. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung.
Der 27. Januar ist in jedem Jahr ein besonderer Tag, denn an diesem Tag befreite die Rote Armee das KZ Auschwitz. 2025 jährte sich das Ereignis zum 80. Mal. Beim Gedenken vor Ort waren noch einmal Zeitzeugen, die über das Geschehen berichten konnten.
Hier in Ladelund gedenken wir an dem 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, auch der Toten, die im KZ Ladelund ermordet wurden. Zu Beginn der Veranstaltung legten wir an den Gräbern den im KZ Ladelund getöteten Männer ein Blumengesteck nieder.
In jedem Jahr bitten wir einen Vortragenden zu einem Thema zu sprechen, das im weitesten Sinn mit dem Thema NS-Zeit oder Ladelund zu tun hat. Auf Maik Ullmanns Vortrag über die Nachgeschichte der Außenlager des KZ Neuengamme traf beides zu. Maik Ullmann hatte für seine Dissertation, die in Kürze erscheinen wird, in 2022 länger im Archiv der Gedenkstätte in Ladelund recherchiert. Über seine Ergebnisse berichtete er, genauso wie auch über das den meisten Zuhörenden unbekannte KZ Laagberg bei Fallersleben.
Gut 50 interessierte Besucher*innen waren vor Ort und fragten nach den Ausführungen von Maik Ullmann intensiv zu den Nachnutzungsformen der Außenlager des KZ Neuengamme nach.
Maik Ullmann (TU Braunschweig): „The afterlife of the camps“.
Maik Ullmann hält einen Vortrag über die Nachnutzungsformen von Außenlagern des KZ Neuengamme in der frühen Nachkriegszeit.
18.30 Uhr – stilles Gedenken an den Gräbern der Toten des KZ Ladelund
19.00 Uhr – Vortrag und anschließend Möglichkeit zu Fragen und Diskussion
Was geschah mit den Lagern in der unmittelbaren Nachkriegszeit? Die Orte der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft verschwanden ohne öffentlichen Aufschrei aus den Stadtbildern. Sie wurden normalisiert. Die Alliierten nutzten die früheren Außenlager als DP-Camps oder Civil Internment Camps, zu Re-Education-Zwecken oder als Krankenhaus. In wenigen Fällen wurden sie zu Orten, an denen frühe Erinnerungspraktiken eingeübt wurden. Manche Lagerorte wurden schlichtweg – meist aus städtebaulichen Gründen – abgebrochen. Diese Nachnutzungsformen lassen sich für einige Außenlager des KZ Neuengamme nachweisen und sind Thema des Vortrags.
Danach Zeit für Gespräche mit Getränken und Snacks
Wir möchten alle Interessierten gerne am 11.Januar (Samstag) um 17.00 Uhr in die St. Laurentius Kirche nach Karlum einladen. Dort wird Christian Dirschauer (SSW) zur Jahreslosung:
Prüft alles und behaltet das Gute (1.Thessalonicher 5,21) sprechen.
Mittlerweile ist die politische Andacht – zu der die Kirchengemeinden Karlum und Ladelund, der Freundeskreis der St. Laurentius Kirche und die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte gemeinsam einladen – zur Tradition geworden. Reihum werden Landespolitiker/innen aller demokratischer Parteien eingeladen, zur aktuellen Jahreslosung zur sprechen. Dabei werden sie gebeten, keine theologische Predigt zu halten, kein Partei- oder Regierungsprogramm vorzutragen, sondern ihre ganz persönlichen Gedanken zur Jahreslosung mit den Andachtsbesuchern/innen zu teilen. Nach Ralf Stegner (SPD) 2020, Monika Heinold (Bündnis 90/Die Grünen) 2022, Claus Ruhe Madsen (CDU) 2023 undHeiner Garg 2024 folgt nun mit Christian Dirschauer, dem Landesvorsitzenden des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), ein weiterer prominenter Landespolitiker der Einladung nach Karlum.
Wenn Sie bis jetzt noch keine Gelegenheit hatten, die Lichtinstallation am ehemaligen Lagergelände des KZ Ladelund bei Dunkelheit auf sich wirken zu lassen, haben Sie am Abend des 13.12. erneut die Gelegenheit dazu.
An diesem Abend wird der ehemalige Propst des Kirchenkreises Nordfriesland, Dr. Kay-Ulrich Bronk, eine Andacht dort halten.
Wir treffen uns, wie bei den vorigen Andachten auch, um 17.45 an der Gedenkstätte. Von dort geht es in einem stillen Spaziergang zum ehemaligen Lagergelände. Die Andacht dort beginnt um 18.00 und wird untermalt vom Posaunenchor der Kirchengemeinde Ladelund.
Wenn Sie mit dem Auto direkt zum Lagergelände fahren, parken Sie bitte auf dem Parkplatz des Naturbads und laufen das kleine Stück zum Lagergelände zurück. Die Freiwillige Feuerwehr Ladelund wird den Straßenübergang sichern.
Für alle gilt: Bitte festes Schuhwerk anziehen und wenn möglich eine Taschenlampe mitnehmen!!
wie in jedem Jahr hat die Gedenkstätte Ladelund über die Feiertage um den Jahreswechsel eine längere Schließzeit. Die Schließung dauert vom Freitag, d. 20.12.2024 bis einschließlich Freitag, d. 10.01.2025. Ab Samstag, d. 11.01.2025 sind wir wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten für Sie da.
Am 3. Dezember 2024 konnten wir einige Teilnehmer am lebendigen Adventskalender bei der KZ-Gedenkstätte gegrüßen. In gemütlicher Atmosphäre bei Gebäck und Früchtepunsch haben wir zwei Gedichte gehört und zwei Weihnachtslieder zusammen gesungen.
Die Fenster im Ausstellungsraum stammen aus der ersten Bauphase (das Gebäude wurde 1989 gebaut), sie sind aus Holz und bedurften seit Jahren einer Erneuerung. Nachdem bei Sturm das Wasser bis in den Ausstellungsraum kam, wurde es höchste Zeit, den Zustand zu verändern.
Schon mehrere Jahrelang haben wir Kollektenzuwendungen und Bonifizierungen des Kirchenkreises angespart, so dass wir jetzt eine ganz neue Fensterfront einbauen lassen konnten, mit Fenstern, die der neuesten Energie-Effizienz entsprechen und die garantiert keinen Regen mehr durchlassen.
Danke an das ganze Team von Mark Oechsle von der Tischlerei Woodpecker!
Wir freuen uns sehr über die Erneuerung der Fenster!!
Zum ersten Mal seit Jahren dürfen wir in diesem besonderen Jahr des Gedenkens (es war vor 80 Jahren als das KZ Ladelund bestand) im Winter das ehemalige Lagergelände für eine temporäre Lichtinstallation nutzen.
Mit einer überwältigenden Beteilung haben wir am 1. November die Lichtinstallation eröffnet.
Am Abend vor dem Volkstrauertag, am 16. November, hat es ebenfalls eine Andacht, diesmal mit Pastor Stuck, auf dem ehemaligen Lagergelände gegeben. Erneut waren mehr als 120 Personen zugegen, diesmal auch viele Angehörige der Toten aus den Niederlanden und Freunde aus Putten. Eine dritte Andacht wird sich am 13. Dezember kurz vor der Auflösung des Lagers vor 80 Jahren anschließen.
Die Umrisse der Baracken des Lagers durch Licht wieder sichtbar zu machen, hat die Beteiligten und die Besucher tief bewegt. Die Größe des ehemaligen Lagers, vor allem die Größe des Appellplatzes, auf dem die Häftlinge vor 80 Jahren stundenlang ausharren mussten, hat viele Eindrücke und Emotionen ausgelöst.
Jeden Abend, wenn die Straßenlaternen eingeschaltet sind, ist auch die Lichtinstallation zu sehen, und wird jeden, der sich zwischen der Grenzstraße und Ladelund bewegt, an das damalige KZ erinnern.
Am nächsten Tag, dem Volkstrauertag, waren 300 Gäste anwesend beim Gedenken. Unter ihnen auch der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Daniel Günther, und Bischöfin Nora Steen, die die Predigt in der St. Petri Kirche in Ladelund gehalten hat.
300 Gäste aus dem in- und Ausland haben mit vielen Ladelundern und Freunden der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte an die Toten der Weltkriege und die Opfer der unmenschlichen Behandlung der Insassen des KZ Ladelund gedacht. Neben dem traditionellen Bildertausch der Gemälde von Uwe Appold zwischen Putten und Ladelund und dem Treffen vieler Freunde, gab es an diesem Tag besondere Momente. So wurde Gudrun Jessen-Hansen für ihr jahrzehntelanges Engagement bei der Versöhnung zwischen Putten und Ladelund mit der Ehrennadel der Gemeinde Putten geehrt
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